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Ein Wörterbuch für fern-mobil-Reisende & mobiles Leben

Zitieren nur mit Quellengabe
© by Norbert Lüdtke und www.fernreisemobiltreffen.de
Spiegeln und Wiedergabe auf anderen Seiten untersagt.

»Die Welt ist meine Universität und die Völker sind meine Lehrer«

Das war die Erfahrung eines Reiselebens von Heinz Rox-Schulz, laut Spiegel »König der Globetrotter« († 2003). Reisen ist learning by doing. Reisende erwerben ein »liquides« Wissen, das lebt und schwer zu fassen ist. Zudem entwickelt auch die Gemeinschaft der Reisenden sprachliche Eigenarten, * on the road, im * Busch oder in * Werkstätten. Dieses Willy-Wiki hilft den Zugang in die Welt des fern-mobil-reisens zu erleichtern. Denn bereits John Steinbeck (1902-1968) beklagte: »Viele Fächer werden an unseren Schulen gelehrt. Aber eines der wichtigsten fehlt: die Reisekunde.«

Die »Eroberung des Nutzlosen«: wichtige Fragen ohne endgültige Antworten

Antworten liefern auch Bilder und Musik. Manch ein Film erspart tausend Worte, etwa Fitzcarraldo von Werner Herzog, BRD 1982 mit Klaus Kinski und Claudia Cardinale, untermalt mit der Musik von Popol Vuh .

Mehr als 1.200 Einträge bieten ein Glossar ...

... und Themen, die in die Tiefe führen

Erkennen + Erfahren + Erleben = Reisen

»Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt«

schrieb Ludwig Wittgenstein 1918 im Tractatus logico-philosophicus. Ein neues Wort erweitert die Grenzen des Denkens und ein Wörterbuch erschließt eine neue Welt. Aber das reicht nicht, denn:

»Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, 
welche die Welt nicht angeschaut haben.«

Dieses Bonmot von Alexander von Humboldt basiert auf der Einsicht: Erkenntnis bedarf der Erfahrung. Doch auch das ist nicht genug, denn wenn es darauf ankommt heißt es:

»Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.«

Erich Kästner setzt 1950 noch einen drauf, denn Erkennen und Erfahren muss auch etwas Ergeben. Geradezu revolutionär formuliert dies Friedrich Nietzsche:

»Reisen zu können erfordert mehr als Zeit und Geld.
Es ist eine Kunst, und wir müssen zweifeln, ob sie erlernbar ist. 
Zeit, Geld und Gelegenheit mögen stimmen, und die Fahrt geht auch los, 
aber die Rechnung ist ohne den Reisenden nicht zu machen, 
wie sich spätestens bei der Rückkehr zeigt. 
Man kann abfahren, ohne wahrhaft auf Reisen zu gehen, 
und wieder ankommen, ohne fortgewesen zu sein.
Wir modernen Menschen müssen alle viel unserer geistigen Gesundheit wegen reisen: 
und man wird immer mehr reisen, je mehr gearbeitet wird.
An den Reisenden haben sich also die zu wenden, 
welche an der Veränderung der allgemeinen Ansichten arbeiten.«

start.txt · Zuletzt geändert: 2018/11/20 20:06 von norbert