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wiki:biographien

Liste biographischer Reiseliteratur

Daß der Markt nach Biographien giert, ist seit vielen Jahren zu beobachten. Angetrieben wird dies vom Bedürfnis der Leser nach Authentizität und nach abenteuerlichen Erzählungen auf der Basis wahrer Reiseerlebnisse. Bedient wird es durch diejenigen, die davon leben wollen, sich selbst und ihren Namen als Marke verstehen. Dass dabei ein nüchterner Reisebericht oder eine objektive Biographie entsteht, scheint kaum zu erwarten. Autobiographien öffnet sich dabei das weiteste Feld der Selbstrekonstruktion; Anlass bieten insbesondere die runden Geburtstage als Übergang in neue Lebensphasen.
Im folgenden finden sich Werke mit dem Schwerpunkt auf Reisen; solche mit dem Schwerpunkt auf Abenteuer sind getrennt gelistet; der Übergang ist fließend.

Rüdiger Nehberg wollte es sich und anderen mit seiner letzten Tat noch einmal zeigen und ließ sich vom Hubschrauber im brasilianischen Urwald ohne Ausrüstung absetzen (»Abenteuer Urwald«), bevor sich seine Jahresringe rundeten. »Autobiographien sind wie Werbekampagnen«, schreibt Nehberg in seiner Autobiographie (S. 326), »das Positive wird bis zur Unerträglichkeit aufgebläht, das Negative bis zum Verschwinden verniedlicht.« Das ist doch ehrlich. Es ist jedoch nicht so, daß Nehberg die Tinte nicht hätte halten können. Fünf Seiten lang begründet er im Vorwort, warum zwei Frauen seiner Umgebung verantwortlich für das Buch sind – sie hatten einfach die besseren Argumente. Da kann man nichts machen. Sicherheitshalber bat Nehberg einen Journalisten und mehrere Lebensbegleiter »ihre Blickweise auf mich niederzuschreiben«.

Reinhold Messner setzte für seine Autobiographie denselben Trick noch etwas geschickter ein, er ließ sich von Spiegel-Reporter Thomas Hüetlin interviewen.
Heinrich Harrer wiederum schließt seine Autobiographie mit dem Satz: »Zum ersten Mal kann ich nicht mehr vorausplanen … Stattdessen habe ich gelernt, jeden Tag wie ein Geschenk zu genießen«. Dem hält Nehberg entgegen: »Ich bin … davon überzeugt, dass ich mit 100 den zweiten Band meiner Lebensbilanz nachschieben kann«. Die Rückschau gerät daher dem einen abschließend, dem anderen eher als Zwischenbilanz. Man fühlt den Unterschied.

Drei der Vorgenannten habe ich jeweils kurz und unter vier Augen kennengelernt:
Heinrich Harrer in seinem Museum in Hüttenberg, Rüdiger Nehberg im Abenteuermuseum und Reinhold Messner auf seiner Burg Juval, heute ebenfalls Museum. Besonders beeindruckt hat mich Harrer, und wie Messner schien er mir aus seinen Büchern vertraut. Nur die Person Nehbergs bringe ich bis heute einfach nicht zusammen mit dem Bild, das ich aus seinen Büchern habe. Der Psychologie sind die verschiedenen Bildperspektiven bekannt: Jeder hat ein Bild von sich selbst; jeder möchte, daß die anderen ein bestimmtes Bild ihm haben; jeder glaubt, daß die anderen ihn auf eine bestimmte Weise sehen; und tatsächlich sieht jemand anders ihn auf eine bestimmte Weise. Alle diese Bilder unterscheiden sich. Man kann damit leben und gelassen bleiben oder auch nicht.
Ich glaube, daß Messner darum kämpft, sein öffentliches Bild mit seinem eigenen in Deckung zu bringen. Das birgt Konflikte.
Nehberg scheint es darum zu gehen, dem öffentlichen Bild zu entsprechen und versteht sich selbst als „Marke“, die es zu verkaufen gilt.
Harrer sagt schlicht: »Mein Leben« und überläßt es den anderen, was sie damit anfangen.
Ein vierter schließlich, Heinz Rox-Schulz († 2003), hinterließ keine Autobiographie, das hätte seinem Selbstverständnis widersprochen: »Alles, was ich erreicht habe, wollte ich nicht.« Der Anti-Bürgerliche war eben auch Anti-Abenteurer, wenn er dem Abenteurer-Bild in den Köpfen Bürgerlicher entsprechen sollte.

Dem Leser stellt sich bei jeder Autobiographie die Frage: Warum will, soll ich das lesen? Unabdingbar ist sicher, daß man als Leser fasziniert ist von der Persönlichkeit des Autors. Doch wie nähert man sich dem Text? Sensationslüsterne Neugierde auf Details? Ehrfurcht vor dem Leben eines Vorbildes? Die Suche nach Tipps für das eigene Leben? Oder liest man diese Lebensschilderungen als Dichtung, als Erzählung, als Roman?


Biographien A - Z (Reisende)

A

  • Edouard Calic
    Roald Amundsen
    Der letzte Wikinger

    Düsseldorf Hoch o.J. (ca. 1961) 317p 15×22 Ktn aV, 16 SW-Tfll., Lit.-verz. Der Pariser Journalist, Schriftsteller, Soziologe Calic schrieb zahlreiche Biographien und war ein leidenschaftlicher Verkünder des Fortschritts.
  • Edouard Peisson
    Roald Amundsen
    Das seltsame Abenteuer seines Lebens

    Weimar G. Kiepenheuer 1954 393p 12×18,5 24 SW-Tfll., Ktn. aV
  • Detlef Brennecke
    Roald Amundsen
    (=rororo 00518 Monographien ) Hg.: Müller, Wolfgang Rowohlt Hamburg 1995 157p 11,5×19 Ktn. u. Abb. i. Text, Zeittafel, ausführliche Bibliographie, Register, Anmerkungen
  • Kai H. Thiele
    Empfindsame Reise
    Die Fahrt des Dichters Hans Christian Andersen zur königlichen Sommerresidenz in Wyk auf Föhr im Sommer 1844
    Flensburg Skandia 1977 39p, 4 Bll. 8° 7 ganzs. Abb. i. Text
  • Elias Bredsdorf
    Hans Christian Andersen
    Eine Biographie (=rororo 13077)
    Hamburg Rowohlt 1993 493p 12,5×19 32 SW-Tfll.,, Textzeichn., Anmerkungen, Bibliographie, Namenreg.
  • Walter Andrae
    Lebenserinnerungen eines Ausgräbers
    Stuttgart Freies Geistesleben 1988 XI, 320p 13×20,5 montiertes Frontispiz (Porträtfoto), Ktn aV, 49 Abb., tls. farb., a. Kunstdrucktfll., Bibliographie, Bilderläuterungen
    Die erste, sehr kleine, Auflage erschien 1961 bei W. de Gruyter.
    Der Archäologe Andrae, (1875 - 1956), übernimmt 1904 die Ausgrabung von Assur, arbeitet dort 1898-1919, rekonstruiert 1926 in Berlin Feststraße und Ischtartor von Babylon.
  • Florence de Mèredieu
    Antonin Artaud
    Voyages

    F: Paris Blusson 1992 189p 15,5×23,5 zahlr. Abb.
  • Hg.: Brauen, Martin
    Peter Aufschnaiter
    Sein Leben in Tibet

    Berwang/Tirol Steige 1988 207p Gr.8° zahlr. Abb. i. Text u. zahlr. Farbtfll.

B

  • Kyra Stromberg
    Djuna Barnes
    Leben und Werk einer Extravaganten

    Frankfurt/M. Fischer 1992 (=Fischer 10992)
    168p 12,5×19 zahlr. SW-Abb., Lebensdaten, Anmerkungen, Bibliographie
  • Klaus Dewes
    BAP on Tour
    Facts, Dans, Freaks, Feelings

    München W. Heyne (=Heyne Scene 35) 1985 175p 12,5×18 zahlr. Textabb., Zeittfl.
  • Hg.: Wolfgang Genschorek, M. Linke
    Zwanzigtausend Kilometer durch Sahara und Sudan
    Leben und Leistung des Bahnbrechers der Afrikaforschung Heinrich Barth
    (=Pioniere der Menschheit. Hervorragende Forscher und Entdecker) Leipzig VEB F.A. Brockhaus 1982 199p 15×22 Abb., Kte. auf OU, Literaturverz., Personen- u. Ortsreg.
    Fernweh und Abenteuerlust, 1831-1896, Dr. med., Soldat
  • Jean Paul Sartre
    Baudelaire
    Ein Essay
    Hamburg Rowohlt 1953 157p 13×20,5
  • Richard A. Bermann alias Arnold Höllriegel
    Österreicher, Demokrat, Weltbürger.
    Eine Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933 - 1945 Die Deutsche Bibliothek, Frankfurt am Main (=Die Deutsche Bibliothek, Sonderveröffentlichungen Nr. 22) Hg.: Hans-Harald Müller (Kap. 1-7), Brita Eckert (Kap. 8-12) unter Mitwirkung von Werner Berthold München K.G. Saur 1995 XII, 431p 15×21 Anmerkungen, Ann., Personenreg.
  • Julia Blackburn
    Daisy Bates in der Wüste
    Übers.: Isabella König Berlin Berlin Vlg. 1995 286p 12,5×20,5 Frontispiz, Textabb., Bibliographische Hinweise
    D.B. wurde 1859 oder 1863 in Irland geboren, über ihre Lebensgeschichte kursieren widersprüchliche Angaben. Doch sie lebte jahrzehntelang unter den Aborigines und schrieb darüber 1938 ihr Buch The Pasing of the Aborigines.
  • Walter Bonatti
    Meine größten Abenteuer
    Reisen an die Grenzen der Welt

    1. Auflage, München: Malik 2002/04
    Broschur 12×19 cm: 421 Seiten, 8 Farbtafeln, einige Karten.
  • Heinrich Adolf Börnsen
    Mit Giganten der Seefahrt um die Welt
    Hannover Th. Oppermann 1955 206p 12,5×20 15 SW-Tfll.
    H.A.B. erzählt sein Leben, doch verfremdet als Weg des Bernd Bahrendorf, der Ingenieur wurde und unterwegs war auf Handelsdampfern, U-Booten und den Schnelldampfern Monte Cervantes, Columbus, Europa - ebenso wie der Autor. *26.Mai 1887 in Hamburg, Volks- u. Realschule, Maschinenbauer, Ingenieurstudium, dann 36 Jahre bei Blohm u. Voß, u.a. auf Dampfern (s.o.)
  • Wolfgang Genschorek (Hg.)
    Fremde Länder - Wilde Tiere
    Das Leben des Tiervaters Brehm (=Pioniere der Menschheit. Hervorragende Forscher und Entdecker)
    Leipzig VEB F.A. Brockhaus 1984 232p 14×20 zahlr. Abb., Lit.-verz., Register
    Brehm war einer der ersten Zoologen, der selber auf die Reise ging, um zu forschen, vorwiegend in Asien und Afrika. Zu seinem hundertsten Todestag erschien diese Biographie.
Ilija Trojanow
Nomade auf vier Kontinenten
Auf den Spuren von Sir Richard Francis Burton
1. Auflage (=Andere Bibliothek Band 269), Eichborn Frankfurt am Main 2007
Pappband mit Fadenheftung und Lesebändchen 12x21,5 cm
444 Seiten, durchgehend zweifarbig, Fotos, Textabb. 

»Sir Richard Francis Burton (1821-1890) war Weltreisender, Gelehrter, Erotomane, Bibliophiler, Autor, Lebemann. Er war Offizier in Indien, Diplomat in Brasilien, als Autor besuchte er die Mormonen in Utah, er suchte die Quellen des Nils und entdeckte den Tanganjika-See, als Muslim verkleidet betrat er als einer der ersten Europäer zahlreiche ‚verbotene’ muslimische Orte, u. a. Mekka. Er übersetzte erotische Schriften, unter anderem das Kamasutra und die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht. Er lernte 35[?] Sprachen und schrieb rund 60 Bücher. Keine der zahlreichen Biographien ist bislang ins Deutsche übertragen.«
Ein Zitat von Wikipedia ebenso wie aus dem Klappentext. Hat Trojanow den Wikipedia-Eintrag geschrieben oder zitiert er ohne Quellenangabe?
Ilija Trojanow wurde 1965 in Sofia geboren, seine Eltern emigrierten 1971 nach Deutschland, von 1972 bis 1984 lebte die Familie in Nairobi. Trojanow studierte Ethnologie und Jura in München und gründete 1989 den auf afrikanische Literatur spezialisierten Marino Verlag. Zwischen 1998 und 2003 lebte er in Bombay, anschließend bis 2007 in Kapstadt. (Ebenfalls aus Wikipedia)
Trojanow wanderte 2001 drei Monate auf Burtons Spuren durch Tansania, er folgte dem Ganges von den Quellen bis in die großen Städten, praktiziert den Islam und und pilgerte nach Mekka. Er tat überhaupt manches, das Burton tat oder hätte getan haben können, beide sammelten Welten. Ein sympathisches Hobby, dessen Exponate jedoch schwierig zu zeigen sind und das sich erst in einer Biographie so richtig erschließt. Für seinen Roman, die fiktionale Biographie Der Weltensammler mit seinem Protagonisten Richard Burton, wurde er vielfach literarisch ausgezeichnet, die Rezensenten sind durchweg begeistert.
Der vorliegende Band ließe sich als Materialsammlung zum Weltensammler deuten. Trojanows Perspektive, seine eigenen Reisen und Erfahrungen sind jedoch so verwoben mit denen Burtons, daß der Leser sich hin und wieder orientieren muß: Wer erzählt denn nun gerade? Daß Autor und Protagonist miteinander verschmelzen, kennzeichnet eher einen Roman als eine Biographie; Trojanow bewundert sein alter ego, findet Gemeinsames vielleicht im vorangestellten Motto: Dem Starken ist jeder Ort Heimat.
Verlegerisch ist der Band aufwendig gemacht, ein Glanzstück der Anderen Bibliothek: lebender und toter Kolumnentitel, Marginalien, zweifarbiger Satz, exzellente Abbildungen, die teils aus Sammlungen stammen (etwa von den berühmten Fotografen Lehnert & Landrock), Fußnoten, Fadenheftung und ein kommentiertes Literaturverzeichnis (»wirft die fürsorgliche Frage auf, wie man einen Menschen vor ungeeigneten Biographen schützen kann«, Trojanow über das Werk von Thomas Wright), Zitate in arabischer Schrift, Sindh, Pali … bis hin zur Morseschrift. Das wohl nur zur Deko, denn die Zahlen von eins bis zehn in Leptša-Schrift finden sich bei Afghanistan.
Einen Triumph der Form über den Inhalt feiern auch die oberen Drittel der Seiten 170 bis 270: Die erste deutsche Übersetzung von Burtons Kasidah (von Menno Aden) abzuheben ist sicher wichtig, aber: kursiv, in Konsultationsgröße, negativ weiß auf dunklem Grün: Wer soll das ohne Kopfschmerzen lesen?
Die Fußnoten nehmen ein Glossar auf, das allerdings manchmal zu viel erklärt (Wie kocht man chai?) und oft die Assoziationsketten des Autors enthält (wichtig in der Entwurfsphase – aber für den Leser?). Nett Die Fußnote zum Wort bubbert (Seite 148: »Die Lektorin hat den Autor vergeblich darauf hingewiesen, daß dieses Wort weder existiert noch besonders onomatopoetisch ist, muß sich aber leider der dickköpfigen Uneinsichtigkeit des Autors beugen«. Wobei ich die glossierende Fußnote zu onomatopoetisch vermisse (wau-wau ist onomatopetisch, der Schmetterling dagegen nicht). Der Aufhänger von Trojanows Reise auf den Spuren Burtons, die letztendlich erfolglose Suche nach dessen Tagebüchern, tritt angesichts der Fülle von Inhalten und Formen in den Hintergrund.

Hermann Buhl
Achttausend drüber und drunter
Mit den Tagebüchern von Nanga Parbat, Broad Peak und Chogolisa
Vorwort von Hans Kammerlander, kommentiert von Kurt Diemberger
1. Auflage Malik München 2005
Pappband mit Schutzumschlag und Lesebändchen. 13x21,5 cm
360 Seiten, 8 Farbtafeln, 24 Schwarzweißtafeln
Hermann Buhls Tourenbuch in Auszügen 

Der Innsbrucker Hermann Buhl (1924 – 1957) zählt zu den großen Bergsteigern; international berühmt wurde er durch die Erstersteigung des Nanga Parbat 1953, seinem ersten Achttausender. 1957 verunglückte er tödlich am Chogolisa, der sein zweiter Achttausender hätte werden sollen.
Der vorliegende Band ist weitgehend autobiographisch zu verstehen, wenngleich an dieser Bearbeitung und Zusammenstellung viele mitarbeiteten, an erster Stelle wäre seine noch lebende Witwe zu nennen und sein Bergsteigerkamerad Diemberger, der den tödlichen Unfall am Chogolisa miterlebte. Lesenswert ist das Buch, weil hier jemand ohne Starallüren berichtet, wie er sein Leben einer Leidenschaft gewidmet hat, zu verstehen als Leiden-schaft, als Bereitschaft jedes Leiden anzunehmen, sofern es es sich mit dem Erleben der Berge verbindet. Das Sponsoring steckte damals in den Kinderschuhen und Buhl verkaufte sich nicht als Marke, finanzierte seine Leidenschaft mit mit normalen Berufen. Das unterscheidet Buhl deutlich und angenehm vom heutigen Berufsbergabenteurer. Was er tat, tat er für sich und nicht, weil es galt, eine Leistung marktkonform anzubieten.
Dem Leser bietet diese Ausgangssituation einen enormen Vorteil: Buhls Schilderungen klingen bescheiden und seine teils gigantischen Leistungen verstecken sich oftmals zwischen den Zeilen, sind nur dem begreifbar, der einen ähnlichen Erfahrungshintergrund hat. Keines der »modernen« Bergbücher hat mich so gefesselt wie dieses. Kaum begonnen, mochte ich es kaum noch weglegen, so spannend fand ich es und vor allem: so ehrlich. Wegen mir wäre es nicht nötig gewesen, das 1954 erstmals erschienene Buch nochmals aufzuwerten; die Tagebücher von Nanga Parbat, Broad Peak und Chogolisa sind hier erstmals ungekürzt veröffentlich. Die Expedition zum Nanga Parbat hatte eine Vorgeschichte, die in die dreißiger Jahre zurückführt, und eine Nachgeschichte, die ab und an immer noch Aufmerksamkeit findet. Wen’s interessiert, der findet entsprechende Buchempfehlungen in Trotter 114, S.39 ff.

  • Heinrich Brugsch
    Mein Leben und mein Wandern
    Berlin Allgemeiner Verein für Deutsche Litteratur 1894 396p 13×20,5
    Autobiographie des Orientalisten
  • Thomas Bubendorfer
    Senkrecht gegen die Zeit
    Die Eroberung des Unsichbaren
    München Herbig 1995 280p 17×24 zahlr. Farbfotos
    Bubendorfer klettert »free solo«, u.a. die Eigernordwand in 5 Stunden. Das vorliegende Buch ist eine Art Autobiographie, geschrieben in der dritten Person.
  • William Buckley
    Ein australischer Robinson
    Leben und Abenteuer des William Buckley
    Aus dem englischen Original John Morgans übersetzt und bearbeitet von Helmut Reim Leipzig VEB F.A. Brockhaus 1964 270p 14×20 16 SW-Tfll., Faltkte., Lit.-verz., Leseband
    W.B. kam als Strafgefangener nach Australien und floh Ende 1803. 32 Jahre lebte er unter den Aborigines. 1850 erzählte er seine Geschichte dem Redakteur John Morgan, der sie niederschrieb.
Carolly Erickson
Die Gefangene der Botany Bay
Ein abenteuerliches Schicksal aus den ersten Tagen Australiens
Aus dem Amerikanischen von Katharina Of (The Girl from Botany Bay 2004)
München: Piper 2004
Pappband mit Umschlag 12x20,5 cm
268 Seiten, Anmerkungen, Karten auf Vorsatz

Mary Broad wurde in Cornwall als Straßenräuberin festgenommen, verurteilt und zusammen mit 700 anderen Strafgefangenen nach Australien verschifft. Sie kann fliehen und begegnet dem zeitgenössischen Schriftsteller James Boswell, der über ihr Schicksal schreibt. Selten genug, wurde damit ihr Lebenslauf für die Nachwelt erhalten, denn gemeinhin dokumentierte man nicht das Leben der Unterschichten.
Die Autorin dieses Bandes ist promovierte Historikerin und publizierte damit ihr achtes Werk. Wie sie selbst sagt, gibt es kaum zeitgenössische Quellen über Mary, so daß sie sich bei der Rekonstruktion auf allgemeine Kenntnisse der zeitgenössischen Umstände Marys stützt.
Nun kann ja nicht jeder so beispielhaft rekonstruieren wie Caroline Alexander (Bounty) oder Heffernan (Meuterei auf der Globe, Trotter 113). Das vorliegende Bändchen ist im Gegensatz dazu eher schmal, der Anmerkungsapparat dürftig. Mich stört bei der Lektüre, daß die bekannten Fakten aus dem Leben der Mary Broad der Autorin mehr als Stichwort dienen, ihrer erzählerischen Phantasie freien Lauf zu lassen. Nützlich ist die Phantasie im Rahmen eines Sachbuchs wenn es gilt, Möglichkeiten begründet darzustellen und auszuschließen. Hier ist, wie ich finde, die Grenze zum Roman überschritten, wenn die Autorin etwa schreibt »Mary dachte: …« Fakt und Fiktion lassen sich für den Leser nicht unterscheiden. Als Roman kann man das Buch lesen, um sich ein Bild aus dem Leben der Deportierten in Neusüdwales um 1790 zu machen, als Biographie von Mary Broad finde ich es zu mager.

C

  • Brigitte Sändig
    Albert Camus
    Eine Einführung in Leben und Werk
    (=Reclam Bibliothek Bd. 1006)
    Leipzig Reclam 1992 330p 10,5×17,5 91 Abb., Anmerkungen, Lit.-verz., Personenreg.
  • Anonymus (M.V.=?)
    Gorillajäger
    Leben und Abenteuer des Gorillajägers Paul du Chaillu
    Wien Hagenberg 1933 220p 14,5×20 12 Bildtfll., 1 Kte
    Ein „M.V.“ hat mit Unterstützung der Verleger Du Chaillus dessen Biographie geschrieben, basierend auf Briefen und seinem schriftlichen Nachlaß. Du Chaillu war Entdecker, Schriftsteller, Jäger (1831-1903), in Frankreich geboren, in den USA aufgewachsen. Reisen nach Afrika (1856-59, 63-65), London, Paris, Skaninavien (1871-78). Zahlreiche umfassende Reisewerke, wissenschaftlich fundiert und Autor von Kinderbüchern. Sohn eines vermögenden Konsuls
  • Peter Weingart
    Doppelleben Ludwig Ferdinand Clauss
    Zwischen Rassenforschung und Widerstand
    Frankfurt/M. Campus 1995 251p 15×23, SW-Tfll., Publikationsverz.
  • Columbus in Bildern und Dokumenten
    Hg.: Scholz, Christian Freiburg Herder 1991 49p 17×21 zahlr. Abb., oft ganzs., oft farb.
  • S. Fischer-Fabian Karl-Heinz Jürgens
    Columbus
    Lebensbilder

    Bergisch-Gladbach G. Lübbe 1991 223p 26×30,5 180 Abb., davon 80 farb., meist ganzs., Zeittfl.
  • Ernst Nöstlinger
    Den Osten im Westen suchen
    Die Lebensgeschichte des Christoph Kolumbus (=Beltz Biographie)
    Weinheim Beltz 1991 142p 13,5×20,5 Textabb., Zeittfl.
  • Winston S. Churchill
    Weltabenteuer im Dienst
    (=rororo 36)
    Hamburg Rowohlt 1951 230p 11,5×19
    Churchill war als freiwilliger Kriegsteilnehmer in Kuba, Sudan, Südafrika, Zentralasien (1896-1900). *30.11.1874, Sohn des 7. Herzogs von Marlborough, Soldat (1896-1900), Politiker (Handels-, Innen-, Munitions-, Kriegs-, Luftfahrt-, Marine-, Premierminister:1908-1940), Autor von 23 Büchern (1900-1946), u.a.ein Roman und Reisebeschreibungen.
  • Ferdinand Cortez
    oder die Eroberung von Mexico
    (=Bibliothek f.d. reifere Jugend Bd.8)
    Regensburg G. Manz 1867 302p 11×18,5 ein Stahlstich

D

  • Mary Crow Dog Richard Erdoes
    Ohitika Woman
    Übers.: Gunter Riedel Leipzig G. Kiepenheuer 1994 346p 13×21
  • Mary Crow Dog
    Lakota Woman
    Die Geschichte einer Sioux-Frau (=dtv 30399 Sachbuch)
    München dtv 1994 250p 12,5×19 16 SW-Tfll.
    Die Autobiographie einer indianischen Kämpferin für die Rechte der Indianer.
  • Jean Chalon Herbert Achternbusch (Nachwort)
    Alexandra David-Néel
    Das Wagnis eines ungewöhnlichen Lebens (=Ullstein 30366 d. Frau in d. Literatur)
    Frankfurt/M. Ullstein 1991 542p 12×18 Glossar, Personenverzeichnis, Bibliographie
  • Joëlle Désiré-Marchand, Marie-Madeleine Peyronnet (Préface)
    Les itinéraires d'Alexandra David-Néel
    L'espace géographique d'une recherche intérieure
    F: Paris Athaud 1996 450p, 5 Bll. 15×24 38 Ktn., Bibliographie (21 S.), Anmerkungen Zeittafel der Reisen A. D.-N., Transkription tibetischer Ausdrücke, Namensreg.

E

  • Annette Kobak
    Wie treibender Sand
    Das berauschende Leben der Isabelle Eberhardt
    (=Knaur 3238)
    München Droemer 1992 310p 12×18 Federzeichn. i. Text v. Isabelle Eberhardt, 1 Kte.
    I. Eberhardt (*1877 in Genf), Tochter russischer Emigranten, ist der Faszination nordafrikanischer Wüsten verfallen und verläßt Europa. Als Beduine und Mann verkleidet lebt sie unter Nomaden, heiratet später einen arabischen Offizier und ertrinkt 1904.
  • Alfred Erhart
    Wunder dauern etwas länger
    FL-Vaduz Universal Flugreisen AG 1994 284p 16,5×24 zahlr. Abb., oft farbig
    Der Autor erzählt sein Leben und seine Erlebnisse rund um die Welt, bis er durch kaufmännisches Talent schließlich Firmenleiter und Multimillionär wurde.
  • Lili du Bois-Reymond
    Max Eyth
    Ingenieur, Landwirt, Dichter

    (=Auswahlreihe des Volksverbandes der Bücherfreunde)
    Berlin Wegweiser 1931 278p 12×18 8 SW-Tfll., Lit.-verz.

F

  • Hg.: Böhme, Hartmut; Nikolaus Tiling
    Leben, um eine Form der Darstellung zu erreichen.
    Studien zum Werk Hubert Fichtes
    (=Fischer 10831 Informationen und Materialien zur Literatur)
    Frankfurt/M. Fischer 1991 266p 12,5×19 Autorenbiographien
    Das Hauptwerk Fichtes, die Geschichte der Empfindlichkeit, ist auch ein poetisch-ethnographisches Werk mit einem Roman der Ethnologie (Explosion), Studien zur afr-amerikanischen Religiosität (Xango, Petersilie).
  • A.E. Fersmann
    Meine Reisen
    Übers.: Arthur Nestmann Berlin (DDR) Neues Leben 1952 160p 17×24 33 SW-Textabb.
    Der Geologe, Mineraloge und Geochemiker (1883-1945) war Akademiemitglied und leitete zahlreiche wissenschaftliche Expeditionen. Die chronologische Autobiographie war ursprünglich für die Jugend gedacht und gliedert sich in die Kapitel Krim (1890-1903), Moskau (1903-1912), Kara-Kum (1925-29), Erste Kara-Kum-Expedition (1925), Zweite Kara-Kum-Exp. (1928), Dritte Kara-Kum-Exp. (1929), Kysyl-Kum (1932), Die Insel Tscheleken, Industrialisierung Zentralasiens (1924-34). Mit einem Nachwort von Dr. Stock
  • Wilhelm Filchner
    Ein Forscherleben
    Wiesbaden E. Brockhaus 1950 391p 15×23,5 1 Bildnis d. Verf. a. Tfl., 5 Ktn. i. Text, Namens- u. Ortsregister, Synopse: Reisen u. Werke
    Ein zusammenfassender Überblick über Filchners Expeditionen m. biographischen Hinweisen.
  • Kurt Kersten
    Der Weltumsegler Johann Georg Adam Forster 1754 - 1794
    Bern Francke 1957 400p 13×20,5 4 SW-Tfll.
    Reiste als Elfjähriger mit seinem Vater an die Wolga, als 18jähriger mit Cook um die Erde, lebte in Kassel, Wilna, Mainz und starb in Paris. *1754 bei Danzig, Weltreisender, Professor der Naturwissenschaften, Schriftsteller, Revolutionär
  • Ulrich Enzensberger
    Georg Forster Ein Leben in Scherben
    (=Die andere Bibliothek) Hg.: Enzensberger, Hans Magnus Frankfurt/M. Eichborn 1996 338p 12×21,5 Bibliographie, Werkregister, Personenregister
    Mit einem Essay von Bernd Gräffrath. Expedition im Auftrag des Zaren an die Wolga, Exil in England, Reise in die Südsee, Professor in Kassel, Bibliothekar in Mainz
  • Hildegard Waach
    Die Sahara war sein Schicksal
    Missionare, die Geschichte machten: Charles de Foucauld (Algerische Sahara)
    Mödlin St. Gabriel 1978 125p 11,5×19 SW-Abb. i. Txt.
    Charles de Foucauld war zunächst als Offizier, dann als Einsiedler in der Sahara unterwegs. *1858, + 1916
  • Leo Frobenius
    Vom Schreibtisch zum Äquator
    Planmäßige Durchwanderung Afrikas (=Erlebte Erdteile, Ergebnisse eines deutschen Forscherlebens Bd. 3)
    Frankfurt/M. Societät 1925 472p 10,5×15,5 7 Ktn. a. Tfll., tls. faltbar
    Der Band schilert Reisen und Leben Frobenius' von 1898 bis 1915.

G

  • Albert Dichy Pascal Fouché
    Jean Genet Versuch einer Chronologie 1910 - 1944
    Übers.: Rolf Stürmer Gifkendorf Merlin 1993 350p 14×22 zahlr. Textabb. (Fotos, Briefe etc.), Reg. Anhänge, Chronologie, Tabellen der Verurteilungen und Haftaufenthalte
  • Walter Georgii
    Forschen und Fliegen
    Ein Lebensbericht
    Tübingen F. Schlichtenmayer 1954 338p 12,5×20
    Der „Vater der Segelflieger“ und „geistige Häuptling aller Windpiloten“ (Ernst Udet) legt hier seine Lebensgeschichte vor. Meteorologe, Kriegsteilnehmer im Nahen Osten, Teilnehmer an den Rhön-Segelflugwettbewerben, Expeditionsleiter mehrerer Expeditionen (u.a. die Segelfliegerexpedition 1934 nach Brasilien), Leiter der Luftfahrtforschung in Argentinien.
  • André Gide
    Stirb und werde
    Stuttgart Deutsche Vlgsanst. 1948 467p 11,5×18,5
  • Adolf Bach
    Aus Goethes rheinischem Lebensraum
    Menschen und Begebenheiten.
    Gesammelte Untersuchungen und Berichte (=Jahrbuch 1967/68) Hg.: Rhein. Vereins f. Denkmalpflege u. Heimatschutz Neuß Ges. f. Buchdruckerei 1968 XX, 605p 8° 109 SW- Abb. i. Text, 10 farb. Abb. a. Tfll., Ortsreg., Personenreg., Lit. bei den Aufsätzen.
    55 Themen rund um die Reisen Goethes im Rheinland, ausführlich und wissenschaftlich.
  • Hans Graber
    Paul Gaugouin nach eigenen und fremden Zeugnissen
    Basel B. Schwabe 1946 511p 17×24 60 Tfll.
    Interessant wegen der Darstellung der Reisen von Gauguin, der Martinique besuchte (1887), Tahiti (1891-93, 1895-1901) und die Marquesas (1901-1903)
  • Ken Winkler
    Lama Anagarika Govinda
    Grafing Aquamarin 1990 252p 15×21 umfangr. Anmerk.
    Eine Biographie von Anagarika Govinda, d.i. der Deutsche Ernst Hoffmann, der nach langen Reisen durch Asien schließlich in Kalifornien eine Heimat fand. Eine Ergänzung zur Autobiographie „Der Weg der weißen Wolken“, der in erster Linie den spirituellen Weg des Buddhisten Govinda zeigt.
  • Hans Grimm
    Das deutsche Südwester-Buch
    München A. Langen 1929 429p 15×22 Leseband
    Nach einer langen Einleitung beschreibt Grimm die Schicksale von 12 Auswanderern nach Südwest-Afrika.
  • Simplicius Simplicissimus
    Grimmelshausen und seine Zeit
    Hg.: Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster in Zusammenarbeit mit dem Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
    1976 312p 20,5×27,5 mehrere hundert Abb., Lit.-verz., Personenreg.
    Katalog einer Ausstellung mit zahlreichen Abbildungen und kurzen Aufsätzen.

H

  • Carl Hagenbeck
    Von Tieren und Menschen
    Erlebnisse und Erfahrungen
    Leipzig P. List 1956 234p 16×23,5 31 SW-Tfll.
    Autobiographie Hagenbecks, dem Tierhändler und Schöpfer des Stellinger Tierparks in Hamburg, der 1913 starb. Mit einem kritischen Vorwort.
  • Heinrich Harrer
    Mein Leben
    München: Ullstein 2002
    Pappband mit Umschlag 13×21,5 cm 570 Seiten, 32 s/w und 16 Farbtafeln, Karten auf Vorsätzen, Chronik der wichtigsten Expeditionen, Bücherverzeichnis, Register
    Harrer schließt sein Buch mit dem Satz: »Zum ersten Mal kann ich nicht mehr vorausplanen … Stattdessen habe ich gelernt, jeden Tag wie ein Geschenk zu genießen«.
  • K.R. Waltendorf
    Die Lust am großen Abenteuer
    Heinrich Harrer als Mensch und Forscher
    Hg.: Sonderausgabe der Bayerischen Raiffeisenorganisation Frankfurt/M. Ullstein 1968 31p 13×18,5 32 SW-Tfll., Textzeichn.
  • Bearb.: Moehring, Gerhard
    Johann Peter Hebel im Markgräflerland
    (=Marbacher Magazin 25/1982) Marbach Schiller-Nationalmuseum 1982 63p 14×21 8 SW-Tfll., 1 Falttfl., 1 Beilage: Hebelverehrung im Markgräflerland
  • Anderl Heckmair
    Eigernordwand, Grandes Jorasses und andere Abenteuer
    Vorw. von Reinhold Messner
    AS-Verl. Zürich 1999, 288 S.
  • Hg.: Brockhaus, Suse
    Sven Hedin und Albert Brockhaus
    Eine Freundschaft in Briefen zwischen Autor und Verleger
    Leipzig F.A. Brockhaus 1942 347p 12,5×19,5 Frontispiz, 3 faksimilierte Briefe zu je 2 Bll.,Personenreg. m. biograph. Anmerkungen, Synopse von Hedins Reisen und Werken
  • Alma Hedin
    Mein Bruder Sven
    Nach Briefen und Erinnerungen
    Leipzig F.A. Brockhaus 1925 X, 410p 15×23,5 Frontispiz, 60 Abb. a. Tfll., Register
  • Sven Hedin
    Grosse Männer denen ich begegnete
    (=Bd. 1/2)
    Wiesbaden E. Brockhaus 1951 357p 15×23 28 SW-Abb., überwiegend a. Tfll., Namensregister
    Eigene Begegnungen zum Anlaß nehmend schildert Hedin berühmte Männer: König Karl XV., Nordenskjöld, L. u. A.Nobel, A. Vambery, Ibsen, B. Björnson, Nansen, König Oskar II., F. v. Richthofen, Sultan Abdul Hamid II., Schah Nasr-ed-Din, Emir Sejd Abdul Ahad, Strindberg, Li Hung-chang, Zar Nikolaus II., S.A. Andrée, Stanley, N. Söderblom, C. Flammarion, Lord Curzon, Lord Fallodon, Amundsen, R. Scott, Taschi lama, Lord Kitchener. 1953 fand der Band eine Forsetzung.
  • Sven Hedin
    Grosse Männer denen ich begegnete
    (=Bd. 2/2)
    Wiesbaden E. Brockhaus 1952 279p 15×23 34 SW-Abb. a. Tfll., Namensregister
    Eigene Begegnungen zum Anlaß nehmend schildert Hedin berühmte Männer: König Gustav V., Kaiser von Japan, General Nogi, Großadmiral Togo, Fürst Ito, Kaiser Lee Chouk von Korea, Lord Morley of Blackburn, Kaiser Franz Joseph, Kaiser Wilhelm II., Mannerheim, Selma Lagerlöf, Verner von Heidenstam, Pius X., Theodore Roosevelt, Baden-Powell, Hindenburg, Ludendorff, Lettow-Vorbeck, Rabindranath Tagore, Tschitscherin, Henry Ford, Hugo Junkers, Tschiang Kai-schek, Harvey Cushing, Boris-König der Bulgaren …
  • Sven Hedin
    Mein Leben als Entdecker
    Leipzig Brockhaus 1941 VIII, 403p 15x23p 8 farb. u. 150 SW-Textabb., 15 Ktn.
    Autobiographie Hedins, im Wesentlichen also eine Zusammenfassung seiner Reisen.
  • Rütger Essén
    Sven Hedin
    Ein großes Leben
    Leoni/Starnberger See Druffel 1959 280p 14×21 12 SW-Tfll., 6 Ktn. i. Text, 2 Brief-Faksimiles, Namensregister
    Essén war Publizist und ein Freund Hedins. Er zeichnet ein Bild des Forschers und des politisch aktiven Menschen und verteidigt dabei die deutschfreundliche, nationalsozialistisch-sympathisierende Einstellung Hedins.
  • Hans Helfritz, Jean-Claude Kuner
    Neugier trieb mich um die Welt
    Niedergeschrieben unter Mitarbeit von J.C. Kuner
    (=DuMont Dokumente: Reiseberichte)
    Köln DuMont 1990 259p 16×23 zahlr. SW-Abb., Werkverzeichnis: Kompositionen, Bücher, Übersetzungen, Register
  • Leicester Hemingway
    Mein Bruder Ernest
    Gütersloh Bertelsmann Lesering o.J. 271p 12,5×20 16 SW-Tfll.
  • Hermann Müller
    Der Dichter und sein Guru
    Hermann Hesse - Gusto Gräser, eine Freundschaft
    Wetzlar G. Lotz 1978 271p 14,5×20,5 Textabb., Zeittafel, Quellen- u. Lit.-verz. (35 S.), Namen- u. Sachverz.
  • Rainer Eisfeld
    Wild Bill Hickock
    Westernmythos und Wirklichkeit

    (=rororo 09575 Sachbuch) Hamburg Rowohlt 1994
    206p 12,5×19 ausf. Lit.-hinweise, Anmerkungen, 16 SW-Tfll
    Hickock (1837-1876) verbrachte den größten Teil seines Lebens in den damaligen Grenzstaaten der USA, unterwegs als Scout, Spieler, Sheriff, Marshall
  • Edmund Hillary
    Wer wagt, gewinnt
    Eine Autobiographie
    Bergisch Gladbach Lübbe 1976 374p 14×21,5 8 Farbtfll., 26 SW-Abb., 17 Ktn.
    Hillary bestieg 1953 gemeinsam mit dem Sherpa Tensing als erster den Mount Everest, 1957 leitete er die neuseeländische Antarktis-Expedition, erreichte 1958 den Südpol. *20.7.1919 Neuseeland, war zunächst Bienenzüchter, brach ein Studium ab, nahm als Flugzeugbeobachter am Zweiten Weltkrieg teil und verschrieb sich dann seinen Expeditonen.
  • Peter Hörügel
    Abenteuer in sieben Weltmeeren
    Tragik einer Seemannsfamilie
    Wuppertal Die Lampions 1948 296p 14,5×21 Textzeichn. v. W.K. Lahme
    Die Geschichte einer Familie in „Ich“-Form.
  • Douglas Botting
    Alexander von Humboldt
    Biographie eines grossen Forschungsreisenden
    München Prestel 1974 401p 10,5×18,5 4 farb. u. 40 SW-Tfll., 1 großform. Falttfl. beigelegt, 48-seitiges Faksimile des Erstdrucks „Ueber einen Versuch den Gipfel des Chimborazo zu ersteigen“, Register, Lit.-verz.
  • Wilhelm von Humboldt
    Briefe an eine Freundin
    Ausgabe in einem Bande
    Leipzig F.A. Brockhaus 1864 XXX, 504p 11,5×18 ein Brief-Faksimile, dreiseitiger Goldschnitt
  • Martin Hürlimann
    Zeitgenosse aus der Enge
    Erinnerungen
    Frauenfeld Huber 1977 548p 13×21 24 SW-Tfll. 4 Brief-Faksimiles, Bibliographie, Personenreg.
    Der Schriftsteller und Herausgeber der Zeitschrift Atlantis machte zwischen den Kriegen eine Weltreise, reiste nach Nepal, Indochina, England und lernte zahlreiche Persönlichkeiten kennen.

I-J

  • Die Verantwortung eines Schriftstellers
    Zum 75. Geburtstag von Rolf Italiaander.
    Mit einer Grußbotschaft von Helmut Schmidt sowie Beiträgen von Bernd M. Kraske, H.R. Flachsmeier, H. Th. Flemming, Surya Bose, Diaboado J. Lompo
    Hg.: Kotsch, Hilde Herzberg T. Bautz 1988 40p 15×21 Frontispiz gezeichnet von B.F. Dolbin (1962)
  • Hg.: Jaffé
    Erinnerungen, Träume, Gedanken von C.G. Jung
    Aniela Zürich Rascher 1962 422p 13×21,5 25 SW-Tfll.
    Eine Sammlung biographischer Materialien, darunter auch ca. 50 Seiten Reiseberichte nach Nordafrika, Amerika, Kenia, Uganda, Indien, Italien.

K

  • Fritz Kasparek
    Ein Bergsteiger
    Einer der Bezwinger der Eiger-Nordwand erzählt von seinen Bergfahrten
    Salzburg Bergland-Buch 1939 228p 15,5×22,5 Abb. a. 71 Tfll.
    Klettern und Bergsteigen in Italien, Frankreich, England, Schweiz, Österreich.
  • Hg.: Collis, Luise
    Leben und Pilgerfahrten der Margery Kempe
    Erinnerungen einer exzentrischen Lady
    Berlin K. Wagenbach 1986 189p 11,5×19 48 Abb.
    Pilgerreisen nach Danzig, Santiago de Compostela, Jerusalem. M. K. diktierte im Alter ihre Memoiren, auf denen dieses Buch basiert. * 1373
  • Axel von Cossart
    Jack Kerouac
    King der Beats
    o.O. voco-ed. 1994 136p 13×17
  • Hans-Christian Kirsch
    Dies Land ist unser
    Die Beat-Poeten William S. Burroughs, Allen Ginsberg, Jack Kerouac
    München List 1993 367p 13,5×21,5 Anmerkungen, Zeittafel, Bibliographie
  • Steve Turner
    Angelheaded Hipster
    A Life of Jack Kerouac
    GB: Middlesex Penguin Books 1996 VIII, 224p 19×21 mehrere hundert Abb., meistganzs., Bibliographie, Quellen, Reg. Mit einem Verzeichnis der erwähnten Personen und deren Kurzbiographie.
  • Joyce Johnson
    Warten auf Kerouac
    Ein Leben in der Beat Generation
    München A. Kunstmann 1997 278p 13,5×21
    Joyce Glassman, jetzt Johnson, war zwei Jahre mit J.K. zusammen und erzählt aus dem inner circle der Beat Generation und den besonderen Schwierigkeiten der Frauen, die Anteil daran hatten.
  • Ewert von Krusenstjern
    Weltumsegler und Wissenschaftler
    Adam Johann von Krusenstern 1770-1846. Ein Lebensbericht
    Gernsbach C. Katz 1991 306p 16,5×24

L

  • Alexandra Lapierre
    Die Vagabundin Fanny Stevenson und die „Schatzinsel“
    Übers.: Annette Meyer-Prien Hamburg Hoffmann u. Campe 1994
    655p 13,5×21 Frontispiz, Ktn aV, Anmerkungen, Auswahlbibliographie
    Die teils romanhaft gestaltete Biographie der eif Jahre älteren Lebensgefährtin von Robert Louis Stevenson, Fanny Osbourne. Hypothesen sind in den Anmerkungen erläutert. Ausgedehnte Reisen führen sie und Stevenson rund um die Welt.
  • Fred Larsen
    Männer im Roten Rock
    Abenteuer eines kanadischen Nordwest-Polizisten
    Gütersloh C. Bertelsmann 1958 345p, 2 Bll. 8° Glossar.
  • Lawrence Dame
    Der Dschungelmissionar
    David und Elva Legters´
    Leben für die Mayas in Yucatan
    Basel F. Reinhardt 1971 203p 14,5×21 8 SW-Tfll., Kte. aV
    Der Autor L.D. kennt das Werk der Legters aus eigener Anschauung und spielt als „Lorenzo“ selber eine Rolle in diesem Werk.
  • Heinz Haufe
    Entdeckungsreisen in Australien
    Ludwig Leichhardt. Ein deutsches Forscherschicksal
    Berlin VEB Nationen 1974 279p 13×20,5 Textzeichn., Karten aV
    Eine Biographie Leichhardts, basierend auf Briefen und Tagebuchaufzeichnungen. Erkundete 1844/45 die seit Jahrzehnten ersehnte Landverbindung zwischen dem Südosten Australiens und dem Vandiemengolf im Norden. 1848 vermißt. *1813 Schwielochsee
  • Bearb.: Scheffler, Walter
    Lenau in Schwaben
    Eine Dokumentation in Bildern (=Marbacher Magazin 5/1977)
    Marbach Schiller-Nationalmuseum 1977 80p 14×21 144 SW-Abb.
    Lenau (d.i. Nikolaus Niembsch von Strehlenau) war ein unentwegt Reisender und Lyriker. Die hier dokumentierte Ausstellung brachte Zeugnisse seines Aufenthalts in Schwaben.
  • Anne Morrow Lindbergh
    Blume und Nessel
    Jahre in Europa
    (=Serie Piper 1934, =4. und letzter Band der Autobiographie)
    Übers.: Elisabeth Piper München Piper 1994 371p, 6 Bll. 12×19 8 SW-Tfll.
    Der Band beschreibt in Briefen und Tagebuchaufzeichnungen die Jahre 1936-1939 des Ehepaares in Europa.
  • Anne Morrow Lindbergh
    Welt ohne Frieden
    Tagebücher und Briefe 1939 - 1944
    (=dtv 10929) Übers.: Elisabeth Piper München dtv 1988 463p 11×18 8 SW-Tfll.
    Der Band beschreibt in Briefen und Tagebuchaufzeichnungen die Jahre 1939-1944 des Ehepaares, ist der fünfte Band der Autbiographie.
  • Anne Morrow Lindbergh
    Stunden von Gold, Stunden von Blei
    Jahre der Prüfung
    (=SP 1507) München Piper 1992 314p 12×19 Personenreg.
    Der 2. Band der Autobiographie mit dem Zeitraum, in dem das Baby der Lindberghs entführt wird (1929-1932).
  • Charles A. Lindbergh
    Wir zwei
    Im Flugzeug über den Atlantik (=Reisen und Abenteuer Bd. 41)
    Leipzig F.A. Brockhaus 1934 159p 13×19 18 SW-Tfll., Frontispiz
    Ein kleines Buch über die fliegerische Biographie Lindberghs von Lindbergh, der Bericht über den ersten Atlantikflug nach Europa wird erst im letzten Kapitel geliefert.
  • Joyce Milton
    Die Lindberghs
    Eine Biographie
    Übers.: Brigitte Jakobeit und Jörn Ingwersen Hamburg Hoffmann u. Campe 1995
    704p 13,5×21 16 SW-Tfll., Quellenlage, Anmerkungen, Namensregister, Stammbaum
    Die erste Doppelbiographie, über Charles und Anne Morrow Lindbergh. Ihm gelang 1927 der erste Alleinflug über den Atlantik, sie war eine berühmte Autorin.
  • Basil Mathews
    Livingstone der Pfadfinder
    Übers.: Luise Oehler Stuttgart Evangel. Mission 1922
    150p 13×18,5 Ktn aV, Frontispiz (Porträt) u. 15 SW-Tfll., Kapitelvignetten
  • Ernst F. Löhndorff
    Bestie Ich
    Jugendbiographie und Beichte
    Bremen C. Schünemann 1952 411, I 12,5×18,5
    Mischung von Roman, Tagebuch, Biographie. Mexiko
  • Charmian London Arthur Holitscher (Vorwort)
    Jack London, sein Leben und Werk
    Geschildert von seiner Frau
    Übers. und Bearb: Karl Hellwig Berlin Universitas 1929
    297p, 3 Bll. 12,5×19 Frontispiz,19 Tfll., Schmuckinitialen, Bibliographie
  • Irving Stone
    Zur See und im Sattel
    Eine Jack London Biographie
    Frankfurt/M. Bücherg. Gutenbg. 1949 301p 13×21 Zeichn. a. Tfll.
  • Heinrich-Christian Warnke
    Das war Graf Luckner
    Die Story eines abenteuerlichen Lebens
    Hamburg L. Appel 1967 173p 19,5×25,5 Textzeichn. v. Lutz Theen.
  • August Lueders
    Sechzig Jahre in Chicago
    Lebensgeschichte von August Lueders
    Chicago Selbstvlg. 1929 167p 13×20 1 Tfl.

M

  • Wilhelm Ehmer
    Um den Gipfel der Welt
    Die Geschichte des Bergsteigers Mallory
    Stuttgart J. Engelhorn 1936
    185p, 3 Bll. 12×19 Frontispiz m. Mallorys Portrait, 1 Kartenskizze auf einer Tafel, 1 doppelblattgroße Tafel
    Eine Art Biographie in Erzählform aufgrund offizieller Quellen, festgemacht an einer Everestfahrt.
  • Winnie Mandela
    Ein Stück meiner Seele ging mit ihm
    (=rororo 05533 aktuell) Hg.: Benjamin, Anne Hamburg Rowohlt 1985 221p 12,5×19 Textabb.
  • Beryl Markham
    Leben für Afrika
    Aufgezeichnet von Mary S. Lovell
    München Nymphenburger 1989 403p 14×22 16 SW-Tfll.
    Aufgewachsen in Naivasha/Kenia, erste Fliegerin Ostafrikas mit Pilotenlizenz für Passagierflüge.
Helmut Kaiser
Maria Sibylla Merian
Eine Biographie
Serie Piper, München: Piper 1999
Broschur, 19 x 12 cm: 203 S., 11 schwarzweiß und 6 Farbabbildungen

Die Biographie einer forschungsbegierigen Frau des 17. Jahrhunderts, die Ihre Insektenforschung nach Surinam reisen läßt. Begleitet wurde Sie von einer ihrer beiden Töchter, von Ihrem Mann hatte sie sich getrennt. Also eine ungewöhnliche Frau zu damaliger Zeit. Ihre Geschichte ist es auch, die das Buch interessant macht. Ärgerlich nur, daß der Autor sich von Mutmaßungen hinreißen läßt und sogar ein vermeintlich geführtes Interview an den Anfang setzt, welches er natürlich selbst nicht gehalten haben kann, und der Leser ist erstmal verwirrt. Es tauchen eben zuviele Vermutungen auf, da von Maria Sibylla Merian weder Tagebücher noch sonstige wertvolle Hinweise existieren. Dennoch werden einige interessante Aspekte aus jener Zeit in Betracht gezogen, die das Lesen des Buches doch noch lohnen, zum Beispiel das Jahrzehnt, in dem eine einzige Tulpe soviel wert war wie eine Mühle und sich so mancher dafür in den Ruin stürzte. — SR

  • Reinhold Messner siehe dort
  • Bearb.: Scheuffelen, Thomas
    Mörike in Ochsenwang
    (=Marbacher Magazin 27/1983) Marbach Schiller-Nationalmuseum 1983 79p 14×21 Textabb.

N

  • V.S. Naipaul
    Prolog zu einer Autobiographie
    (=KiWi 054) Übers.: Karin Graf Köln Kiepenheuer u. Witsch 1984 92 p 12,5×19,5
  • Wolfgang Sonntag
    Fridtjof Nansen
    Ein Held des Friedens

    Weimar G. Kiepenheuer 1961 382p 15×21,5 Titelbild, 24 SW-Tfll., Quellenverz.
  • Heinz Sponsel
    Fridtjof Nansen
    Das Gewissen der Welt

    Frankfurt/M. Bücherg. Gutenbg. 1949 313p 12,5×20,5 Ktn. aV, 1 Kte. i. Text, 1 Bild v. Nansen eingeklebt
    Eine erzählende Biographie m. Zeitleiste im Anhang.
  • Rüdiger Nehberg
    Die Autobiographie
    München: Malik 2005
    Pappband mit Lesebändchen und Umschlag 12×20,5 cm 320 Seiten, 95 Fotos im Text, tabellarischer Lebenslauf, Bücherverzeichnis
  • Joachim Nettelbeck
    Joachim Nettelbeck Bürger zu Kolberg
    Eine Lebensbeschreibung von ihm selbst aufgezeichnet
    Hg.: Sohn, Walter Meersburg F.W. Hendel 1930 5 Bll., 349p 15,5×23 10 Bildbeigaben
    Nettelbeck legte seine Biographie 1821 vor, auf ein achtzigjähriges Leben (*20.9.1738) zurückschauend, das er meist auf See verbracht hatte.
  • Thubten Dschigme Norbu Heinrich Harrer (Erzähler)
    Tibet verlorene Heimat
    Wien Ullstein 1960 283p 13×20 19 Abb. a. Farbtfll., 1 Kte., ausführliche Zeittafel u. tibetischer Kalender im Anhang
    Der Bruder des Dalai Lama erzählte Heinrich Harer
    seine Lebensgeschichte, Harrer schrieb sie nieder, verknüpfte sie mit mit der Geschichte des Dalai Lama und der Geschichte Tibets in den Jahren vor und nach der chinesischen Besetzung.
  • P. Bernhard (SVD) Broklage
    P. Petrus Noyen
    erster Apostolischer Präfekt der Steyler Mission auf den Kleinen Sundainseln (Holländisch-Indien) Charakterbild eines Missionars
    Kaldenkirchen/Rhld. Missionsdruckerei Steyl 1932 194p 14×22 30 SW-Abb. a. 23 Tfll., 1 faltkte.
    Noyen war in China (Aug. 1894-Okt. 1909) und auf den Sunda-Inseln (März 1911-Juni 1920) als Missionar unterwegs. Nach seinem Tode wurde an seiner Biographie gearbeitet. *1870 in Helmond, +1921

O

  • Konrad Spindler
    Der Mann im Eis
    Die Ötztaler Mumie verrät die Geheimnisse der Steinzeit
    Mitarbeit: S. Bortenschlager, M. Egg, R. Fornwagner, R. Goedecker-Ciolek, W. Groenman-van Waateringe, D. zur Nedden, A. Pedrotti, W. Platzer, H. Seidler, E. Zissernigg u.a.m. München C. Bertelsmann 1993 351p 15×22,5 32 Farbtfll., zahlr. Textabb., Ktn aV,
    Lit.-verz. (12 S.), Mitarbeiterverz., Glossar, Personenreg., Ortsreg., Stichwortreg.
    Eine wissenschaftlich fundierte Zusammenstellung über den Fund, Ausrüstung, Bekleidung, Mumie, kulturelle Rückschlüsse.

P

  • Ursula Rütten
    Im unwegsamen Gelände
    Paul Parin - Erzähltes Leben
    Hamburg Europäische Verlagsanstalt 1996 22p 14×20,5 1 Kte aV, Textabb., Lit.-verz.
    Fast ein Jahr führte U. Rütten Gespräche mit dem Arzt, Psychoanalytiker, Ethnologen, Schriftsteller und erstellte das vorliegende Porträt. Parin bereiste u.a. Grönland und Afrika, schrieb 1963 ein „Kultbuch“ über die Dogon in Westafrika.
  • Umberto Marcato
    Das Leben von Francesco Petrarca, Dichter
    Übers.: Elena Alpron Italien: Padova A. Bolzonella 1974 63p 13,5×20 7 SW-Tfll. mit Stichen
    Hübscher Band, hrsgg. am 19. Juli 1974, zur 600ten Wiederkehr des Todestages von Petrarca.
  • Gabriele Habinger
    Eine Wiener Biedermeierdame erobert die Welt
    Die Lebensgeschichte der Ida Pfeiffer (1797-1858)
    Wien Promedia 1997 160p 12×20 Textabb., 1 Kte., Bibliographie, weiterführende Literatur
    Ida Pfeiffer brach 1842, 44 Jahr alt, zu ihrer ersten Reise auf, und auch die ihr verbleibenden 16 Jahre widmete sie dem Reisen.
  • Hiltgund Jehle
    Ida Pfeiffer. Weltreisende im 19. Jahrhundert
    Zur Kulturgeschichte reisender Frauen (=Internationale Hochschulschriften Bd.13)
    Münster Waxmann 1989 311p 15×21 SW-Textabb., umfangreiche annotierte Bibliographie der Briefe, Auswahlbibliographie der Presseberichte, Bibliographie der Publikationen Ida Pfeiffers, ausführliches Sekundärliteraturverzeichnis (26 Seiten)
    Dissertation an der Freiburger Universität, die Biographie Ida Pfeiffers wird in den übergeordneten Zusammenhang reisender Frauen im 19. Jahrhundert gestellt.
  • Dr. Erich Tilgenkamp
    Reisen in ungewöhnliche Räume
    Eine autorisierte Biographie.
    Ein Aufstieg in die Stratosphäre (=Bd. 1/2)
    Berlin Neues Leben 1956 232p 15×21 1 Titelbild, 102 SW-Abb. a. Tfll., Textzeichn.
    Die Biographie von Professor August Piccard und seinem Zwillingsbruder Jean Piccard, hier über deren Straosphärenuntersuchungen mittels Ballon, insbesondere 1931-1938
  • Dr. Erich Tilgenkamp
    Reisen in ungewöhnliche Räume
    Eine autorisierte Biographie.
    Tiefseeforschungen (=Bd. 2/2)
    Berlin Neues Leben 1958 181p 15×21 zahlr. SW-Tfll., Textzeichn.
    Die Biographie von Professor August Piccard und seinem Zwillingsbruder Jean Piccard, im Anschluß an die Stratosphärenforschung - die Entwicklung von Tiefseetauchgeräten etwa ab 1939.
  • Hg.: Reinhold Messner
    Freiklettern mit Paul Preuß
    München BLV 1986 192p 17×21 zahlr. Abb.
    Paul Preuß war einer der herausragenden Bergsteiger vor dem Ersten Weltkrieg und gilt als Vater des Freikletterns.
  • Hg.: Böhm, Hans und Astrid Mehmel
    Alfred Philippson
    Wie ich zum Geographen wurde
    Aufgezeichnet im Konzentrationslager Theresienstadt zwischen 1942 und 1945
    (=Academica Bonnensia, Veröffentlichungen des Archivs der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn Bd. 11)
    Bonn Bouvier 1996 XLVII, 843p 15,5×23 Textabb., Dokumentenanhang, Verzeichnis der Schüler Philippsons, Verzeichnis der Schriften Philippsons, Konkordanz der Quellen, Verzeichnis der erwähnten Personen mit Lebensdaten, Zeittafel, Abbildungsverzeichnis, Personenregister
    Alfred Philippson (1864-1953), war Professor der Geographie in Bonn. Er reiste vorwiegend nach Griechenland, Kleinasien, Rußland. Mit einem detaillierten Anhang über das Reisen in Kleinasien (Post, Telegraph, Wege, Geld, Unterkunft).
  • Theodor Plievier
    Haifische
    (=Welt im Buch)
    Wien K. Desch 1953 318p 11,5×18,5
    Roman von Plivier, jedoch mit 13-seitiger Autobiographie im Anhang
  • Isot Plüschow
    Gunther Plüschow, deutscher Seemann und Flieger
    Das Bild seines Lebens
    M. e. Vorwort von Bruno Loerzer, Präsident des Deutschen Luftsport-Verbandes
    Berlin Ullstein 1933 299p 14,5×22 33 SW-Tfll.
    Plüschow starb 1931 bei einem Flugzeugabsturz seiner Maschine in Argentinien, seine Frau schrieb die Biographie seines Lebens.

R

  • Hans Bauer
    Ein Leben für die Eskimo
    Das Schicksal des Forschers Knud Rasmussen
    Leipzig F.A. Brockhaus 1967 209p 14×20 33 SW-Tfll., 1 Text- u. 1 Faltkte., Zeitttfl., Lit.-verz.
  • Heinrich Reintjes
    Weltreise nach Deutschland
    Düsseldorf Progress J. Fladung 1953 207p 13×21 Literatur, Nachwort
  • Hanna Reitsch
    Das Unzerstörbare in meinem Leben
    München J.F. Lehmann 1975 133p 11×18 12 SW-Tfll., 1 Abb. i. Text, 1 Abb. aV
  • Hg.: Wolfgang Genschorek, M. Linke
    Im Alleingang durch die Wüste
    Das Forscherleben des Gerhard Rohlfs
    (=Pioniere der Menschheit. Hervorragende Forscher und Entdecker)
    Leipzig VEB F.A. Brockhaus 1989 208p 15×22 Abb., Literaturverz., Personen- u. Ortsreg.
    Fernweh und Abenteuerlust. 1831-1896, Dr. med., Soldat
  • Oskar Kühlken
    Die Weltalte Majestät
    Paul Rohreggers Ringen um die Erstersteigung des Großvenedigers
    Ein romantischer Tatsachenbericht
    Salzburg Bergland-Buch 1950 311p 14,5×21 54 Kunstdruckbilder u. 14 Federzeichn. nach zeitgenöss. Originaldarstellungen, Ktn. aV, ausführl. Bilderläuterungen im Anhang
    Der Bramberger Jäger Paul Rohregger (*1787) will in der Frühzeit des Alpinismus den Groß-Venediger ersteigen und widmet dieser Idee sein Leben. Kühlken stellt dies romanhaft dar, aber auf Basis überprüfter Informationen. Gute Abbildungen.
  • Max Kullnick
    Vom Reitersmann zum Präsidenten
    Ein Lebensbild Theodor Roosevelts
    Berlin E.S. Mittler 1908 246p 15×22 1 SW-Tfll.
  • Elly Beinhorn
    Mein Mann der Rennfahrer
    Der Weg Bernd Rosemeyers
    Ein Leben für den Rennsport
    Reutlingen R. Bardtenschlager o.J. (1955) 192p 15,5×22,5 7 Fotos a. 4 Tfll., 20 Textzeichn.
    Die bekannte Fliegerin Elly Beinhorn schrieb diese Biographie ihres Mannes, der am 26. Januar 1938 tödlich verunglückte
  • Egon Larsen
    Graf Rumford
    Ein Amerikaner in München
    München Prestel 1961 252p 10,5×18,5 10 montierte Tfll., tls. farb., teils doppelseitig, Textzeichn.
    Die Biographie von Benjamin Thompson, Graf von Rumford (1753-1814): Sohn eines amerikanischen Farmers, Physiker, Kriegs- und Polizeiminister in Bayern, engl. Staatssekretär f. amerikan. Angelegenheiten, Schöpfer des engl. Gartens in München.

S

  • Karl Rauch
    Flug zur Sonne
    Das Leben des Antoine de Saint-Exupéry

    München P. List (=List-Bücher 114) 1958 145p 11,5 x 18cm
  • Dietmar Felden
    Ein Leben für die Arktis
    Die Nordpolarexpeditionen von Rudolf Samoilowitsch

    Leipzig VEB F.A. Brockhaus 1986 203p 14,5×20,5 zahlr. tls. farb. Abb. i. Text
  • Gordon Brook-Shepherd
    Slatin Pascha
    Ein abenteuerliches Leben
    Wien F. Molden 1972 347p 14,5×22,5 12 SW-Tfll.
    Eine Biographie Rudolf Slatins, der Soldat im Sudan war, elf Jahre Gefangener des Mahdi und in einer berühmt-gewordenen Flucht die britischen linien erreichte.
  • Hg.: Stoll, Heinrich Alexander
    Heinrich Schliemann
    Abenteuer meines Lebens
    Heinrich Schliemann erzählt
    Selbstzeugnisse - herausgegeben und erläutert

    Leipzig VEB F.A. Brockhaus 1989 325p 14×20 32 SW-Tfll., Anmerkungen Glossar u. Register
    Kommentierte und zeitlich geordnete in den Abschnitten: Kindheit u. Kaufmannsjahre (Autobiographie 1822-1868), Amerika-Tagebuch (1850-52), Ostasien-Tagebuch (1865), Briefe an Rust (1868-90); außerdem Bemerkungen zu Schliemann und seiner Zeit.
  • Martin Schließler
    Beruf: Abenteurer
    (=knaur 3706)
    München Droemer Knaur 1972 253p 11,5×18 zahlr. Textabb.
    Schließler wanderte zu Fuß durch das Karakorum, das Hunzatal, fuhr mit dem Unimog durch Afrika, im Kanu den Orinoco hinab zu den Waica, war mit dem Faltboot in Alaska. Hier schildert er seine Abenteuer zusammenfassend als Biographie. *1929, studierte Bildhauerei und Gebrauchsgraphik, war Kameramann, Dokumentarfilmproduzent, Bergsteiger, Expeditionsleiter. Er lebt in Kanada.
  • Hg.: Buck, Inge
    Ein fahrendes Frauenzimmer
    Die Lebenserinnerungen der Komödiantin Karoline Schulze-Kummerfeld 1745-1815 (=dtv 2332) München dtv 1994
    289p 12×19 Einleitung, Anmerkungen und Zeittafel
    Die Autorin zog als Mitglied eines Wandertheaters seit ihrer Kindheit durch Deutschland. Ihre Erinnerungen wurden 1915 erstmals gedruckt und für diese Ausgabe von Ilse Buck wiederentdeckt.
  • Wilhelm Strohe
    Abenteuer aus bewegter Zeit
    Aus den Lebenserinnerungen von Karl Schurz
    Der Jugend zum 100. Geburtstage des großen Deutschamerikaners gewidmet und mit einer Lebensskizze von Karl Schurz versehen
    Köln DuMont 1929 64p 14×22 SW-Abb. i. Text
    Karl Schurz war in den deutschen Bürgerkriegen um 1848 revolutionär tätig und floh Zug um Zug erst nach Süddeutschland, dann nach Frankreich, England, Amerika. Dort wurde er Freund und Berater von Lincoln.
  • Ernst Keienburg
    Ein Herz für Afrika
    Mit Georg Schweinfurth ins Innere des Schwarzen Erdteils
    Berlin Nation 1958 297p 12,5×20 zahlr. Textzeichn., 1 Faltkte.
    Eine Biographie des deutschen Afrika-Forschers Georg Schweinfurth
  • Hermann Hagedorn
    Menschenfreund im Urwald
    Das Leben Albert Schweitzers
    Berlin Dt. Buchgem. 1956 270p 13×21 44 SW-Abb. a. 33 Tfll., Zeittfl., Lit.-verz.
    Eine Biographie, die nicht nur auf den Werken Schweitzers beruht, sondern auf einem Briefwechsel mit ihm und einer ergänzenden Autobiographie Schweitzers, die er extra für dieses Werk schrieb.
  • Erica Anderson
    Die Welt Albert Schweitzers
    Ein Photobuch
    Berlin S. Fischer 1955 131p 4° zahlr. SW-Abb. a. Tfll., oft ganzs.
  • Albert Schweitzer
    Aus meinem Leben und Denken
    Hamburg R. Meiner 1952 219p 15×23,5 8 SW-Abb. a. 6 Tfll.
  • Joshua Slocum
    Allein um die Welt
    Bielefeld Delius Klasing 1977 277p 14,5×22,5 8 SW-Tfll. m. 14 Fotos, 7 Risse u. Pläne, 1 Routenkarte
    Eine Biographie und Autobiographie des ersten Einhandseglers Joshua Slocum. Mit 16 Jahren auf See, Einhand-Reise um die Welt mit der Spray vom 24.4.1895-27.6.1898. 1909 segelte er nach Südamerika und ward nicht mehr gesehen. *20.2.1844 Kanada

St

  • Georg Bremer
    Unter Kannibalen
    Die unerhörten Abenteuer der deutschen Konquistadoren Hans Staden und Ulrich Schmidel
    Zürich Schweizer Vlgs.-haus 1996 159p 12,5×21,5 Textabb.
  • Henry M.(orton) Stanley
    Mein Leben
    Gekürzte Volksausgabe. Einzig berechtigte deutsche Ausgabe
    Bearb.: Klee, Dr. Gotthold
    F. Reinhardt Basel 1916 411p 14×20,5 1 SW-Tfll. (Foto als Frontispiz), SW-Zeichn. a. Tfll.
    *28.1.1841 bei Denbigh/Wales als John Rowlands
  • Jakob Wassermann
    Bula Matari
    Das Leben Stanleys, erzählt von J. W.
    Berlin S. Fischer 1932 272p, 4 Bll. 13×21 Frontispiz, 3 Tfll.
  • Herbert Wotte
    In blauer Ferne lag Amerika
    Reisen und Abenteuer des deutschen Naturforschers Georg Wilhelm Steller
    Leipzig VEB F.A. Brockhaus 1967 319p 13,5×20,5 32 SW-Tfll., Leseband, 1 Faltkte.

T

  • John Tanner
    Edwin James ((Hg., Einleitung zu Tanners Lebensgeschichte); Dr. Eva Lips (Nachwort)
    Dreissig Jahre unter Indianern
    Leben und Abenteuer des John Tanner
    Nach seinen mündlichen Berichten im Jahre 1830 von Dr. Edwin James aufgeschrieben
    Weimar G. Kiepenheuer 1958 328p 13,5×20 1 Titelbild, 1 Textzeichn., Leseband, Lit.-hinweise, 1 großformat. Faltkte,
    Tanner, Sohn eines Geistlichen, wurde als Kind von Indianern entführt, blieb zunächst unfreiwillig, später freiwillig bei ihnen und kam erst nach 30 Jahren zurück zu den Weißen. Er versuchte sich anzupassen und wurde Dolmetscher.
  • Adalbert Feiler
    Der Einsiedler von Steinheim genannt China-Theuß
    Ein Wanderleben zwischen Frieden und Krieg, West und Ost, zwischen Kaiserreich und Diktatur. Tagebuch-Notizen, Briefe, Dokumente, Bilder
    Heidenheimer Zeitung Heidenheim 1986 264p 20×20 zahlr. Textabb.
    Theuß (*1869) war Fabrikarbeiter, Rekrut, Bursche, reiste 1900-1901 als Soldat im Expeditionscorps nach China, war ab Ende 1904-1906 bei der Schutztruppe in Südwestafrika. Sein Nachlaß, u.a. museumswürdige China-Antiquaria, sind in Steinheim ausgestellt.
  • Elizabeth Nyabongo
    Elizabeth of Toro
    Die Odyssee einer afrikanischen Prinzessin
    Übers.: Gunter Riedel
    Leipzig G. Kiepenheuer 1993 363p 13×21 1 Kte., Anhang: Gesänge, Genealogie
    Die Autorin studierte Jura in London, war Top-Model, Außenministerin unter Idi Amin, Botschafterin unter Museveni, zweite Regentin von Toro.
  • Luis Trenker
    Helden am Berg
    Gütersloh C. Bertelsmann 1956 301p 12×19 16 SW-Tfll.
    Eine Geschichte des Alpinismus in 15 Kapiteln in Trenkerscher Erzählmanier über Jacques Balmot, die Schlagintweits, M. Zurbriggen, G. Winkler, Purtscheller, Innerkofler, F. u. T. Schmidt, Merkl, H. Buhl, Whymper, Bruce, Mallory, Irvine u.a.
Wilfred Thesiger
Mein Leben in Afrika und Arabien. Autobiographie
Aus dem Englischen von Jochen Schwarzer (Life of my choice, London 1987). 
München: Malik 2004. 
Pappband mit Umschlag und Lesebändchen 13 x 21,5 cm: 
460 Seiten, 16 Schwarzweißtafeln, Kartenskizzen & Abbildungen im Text
Glossar, Posthumes Nachwort von Alexander Maitland

»Im Schritttempo und mich unter Entbehrungen vorankämpfend, war ich vielleicht der letzte Entdeckungsreisende alten Stils. Ich war stets am glücklichsten, wenn ich keinerlei Kontakt zur Außenwelt hatte und mich völlig auf meine einheimischen Reisegefährten verließ. Meine leistung bestand darin, ihr Vertrauen zu gewinnen, und Lohn war esmir, daß ich in Abessinien der erste Europäer war, der das Sultanat Aussa bereiste; daß ich in Arabien der erste Europäer war, der zur Oase Liwa vordrang und die berühmten Treibsandfelder vom Umm Al-Sammim sah; – daß ich auf so vielen meiner Reisen gerade noch rechtzeitig kam.« Sir Wilfred Thesiger (1910-2003) mangelte es nicht an Selbstbewußtsein, doch deckte sich sein Eigenbild mit dem Ansehen, das er hatte.
In dieser Autobiographie, die bereits vor 20 Jahren geschrieben wurde, schaut er melancholisch zurück, insbesondere auf seine Kindheit in Äthiopien und seine Reisen vor dem zweiten Weltkrieg in Abessinien, im Sudan, in die Danakil. Die Jahre nach 1945 werden auf wenigen Seiten zusammengefaßt, auch seine Reisen ins Innere Arabiens müssen andernorts nachgelesen werden, etwa in Die Brunnen der Wüste: Fünf Jahre lebte er bei den Bedu. Acht Jahre verbachte er im Südirak, zwei Jahre in Pakistan und weitere zwei in Afghanistan … Uns Globetrottern glänzen die Augen. Und doch steckt darin die Tragik eines Lebens: Geboren als Sohn eines britischen Diplomaten in Äthiopien, Studium in Eton und Oxford, doch immer zog es ihn nach Anderswo, ohne Heimat, ohne Wurzeln, immer wieder vertrieben. Vertrieben aus Äthiopien, vertrieben aus Arabien, wo er seine Wahlheimat bei den Bedu in der Wüste fand. Zurückschauend sah er seine Lieblingsplätze zerstört von Krieg, Bürgerkrieg oder – wie im Falle der arabischen Länder – durch zu viel Geld: »ich halte die Vergangenheit in Ehren, fühle mich mit der Gegenwart nicht im Einklang und fürchte die Zukunft«.
So spricht ein Mensch, der zur falschen Zeit am falschen Ort gelebt hat. »Seiner zunehmenden Gebrechlichkeit wegen verbrachte Thesiger seinen Lebensabend in einem komfortablen Altenheim, in dem keine Reise mehr lockte und der Horizont, der einst Abenteuer verhieß, nur mehr eine bedeutungslose Einfriedung des Blicks war.« (Nachwort) (Norbert Lüdtke)

U

  • Ernst Udet
    Mein Fliegerleben
    Berlin Dt. Vlg. 1942 194p 14×22 77 SW-Abb. a. zahlr. Tfll.
    Autobiographie des berühmten Fliegers Udet, unter anderem über seine Afrikaexpedition mit dem Regisseur Schneeberger und die Grönland-Reise für die Aufnahmen zu „SOS Eisberg“, außerdem über eine Amerikareise. Udet starb am 17.11.1941 an den Folgen einer Waffenerprobung. Nachrufe im Buch von Göring und Admiral Angermund

W

  • Dagobert von Mikusch
    Waßmuß, der deutsche Lawrence
    Auf Grund der Tagebücher und Aufzeichnungen des verstorbenen Konsuls, deutscher und englischer Quellen und des unter gleichem Titel erschienenen Buches von Christopher Sykes
    Berlin Bücherg. Gutenbg. 1938 350p 12,5×20 6 Tfll., 1 Faltkte.
Tilmann Waldthaler, Carlson Reinhard
Sieh diese Erde leuchten!
30 Jahre mit dem Fahrrad um die Welt
BVA Bielfelder Verlag
Pappband 22,5x30 cm
256 Seiten, durchgehend farbig illustriert

Es dauerte etliche Zeit, bis ich einen Zugang zu diesem Buch gefunden habe. Irgend etwas war unstimmig. Beim Titelbild mußte ich grinsen: Liegt da so ein Hells-Angels-Typ in der Wiese und riecht an einem selbst gepflückten Sträußchen, Grosse Sterndolde vielleicht, und auf Seite acht erkennt man ihn 1946 als »scheinheiligen Zwergenkönig« im Alter von vier Jahren eher nicht wieder.
Nun ist Tilmann Waldthaler kein Unbekannter. Wer bei ihm »Fahrrad« assoziiert, liegt richtig. Aber irgendwelche Rekorde? Spezialisierungen? Weit gefehlt. Und dass er sich einmal mit dem Mountainbike auf dem Marmolada-Gletscher hat absetzen lassen, um sich dann gemeinsam mit einem Skifahrer bergab zu stürzen, scheint ihm eher peinlich zu sein. Also eher so ein Typ wie Du und Ich: einfach gerne unterwegs? Nicht nur gerne, sondern leidenschaftlich. Unterwegs ja, aber ohne Plan. 53 Jobs auf allen Kontinenten, damit das Geld für die nächste Etappe zusammenkommt. Wenn der Mann eines richtig kann, dann ist das unterwegs-sein mit und ohne Rad. Ein echter Globetrotter also: ein unbändiges Leben. Das mit dem Ruhm kam spät; er konnte schon auf Jahrzehnte on the r (o) ad zurückblicken, als sich die Sponsoren meldeten. Nun hat der Mann ein oder zwei Probleme, die beim Geld verdienen störend sind: er kann nicht journalistisch schreiben (sagt er selbst) und das Fotografieren hat auch keinen sonderlichen Stellenwert. Wo sollte das Equipment auch hin auf dem Fahrrad? Jedenfalls sind die Fotos in diesem Buch OK, aber nicht so, daß man ehrfürchtig staunt. Doch sobald Publikum in Sicht ist, dreht der Mann anscheinend auf: Das Rad mit dem Mann auf dem Podium und die Zuhörer lauschen.
Und so stellt sich dann heraus, daß er dieses Buch gar nicht geschrieben hat. Er hat es erzählt. Einem guten Freund, dem Profi-Journalisten Carlson Reinhard, der ihn kennt und zuhören kann. Aber das allein genügt nicht: Wer einmal ein Interview abgetippt hat, weiß welche horrende Arbeit (und Nacharbeit) das ist. »Schreiben, wie man spricht« mag für einen Satz zutreffen. Aber Erzählungen schweifen ab, legen Kurven ein, verlieren den roten Faden, assozieren … all diese: Ach ja … Ähm … Wie war das noch?… Moment mal … Und das klingt im Text dieses Buches nach, allerdings im positiven Sinne, denn es ist sehr gut lesbar, es ist sehr persönlich, klingt ehrlich und authentisch, liebenswert unprätentiös kommt das daher, ein »Da habe ich erlebt, dass …«
Und dieses Unprätentiöse steht nicht im Einklang mit der (mir) zu prätentiösen Aufmachung. Die ist nicht schlecht, aber zu gekünstelt, zu bunt, zu grell für diesen Text, hier und da scheint ein Katalogstil auf. Weshalb heißt die Vorrede hier Prologue? Warum ist der Himmel greifbar, das Fegefeuer indisch, der Radler gar apokalytisch? Nun, das sind Irritationen, mehr nicht. Insgesamt jedoch empfehlenswert. Hier hat ein Globetrotter zum 65. Geburtstag ein schönes Geschenk erhalten, ein Lebenswerk. Und wie sonst soll man ein Reiseleben darstellen?

  • Dieter Kühn
    Ich Wolkenstein
    Eine Biographie
    Frankfurt/M. Insel 1977
    561p 12,5×21,5 Bibliograhie (9 S.), Pers.- u. Sachreg.
    Oswald von Wolkenstein (ca 1377 - 1445) zog als Zehnjähriger in die Welt, als Schildknappe durch Europa, in Feldzügen gegen Litauen, Italien, Palästina, Nordafrika, war Diplomat und Sänger:
    Es fuegt sich, do ich was von zehen jaren alt,
    ich wolt besehen, wie die werlt wer gestalt …

Sammel-Biographien

Autoren des Verlags F.A. Brockhaus

  • Berühmte Autoren des Verlags F.A. Brockhaus Leipzig
    Leipzig F.A. Brockhaus 1914 113p 15×21 Frontispiz, zahlr. Tfll. u. Brief-Faksimiles
    Auf etwa 50 Seiten werden Reisebericht-Autoren vorgestellt, ihre Porträts auf Tafeln, Briefe an den Verleger im Faksimile gedruckt: H. Schliemann, G. Schweinfurth, H.M. Stanley, Fürst Uchtomskij, Slatin Pascha, F. Nansen, S. Hedin, E. Mikkelsen, R. Scott. Mit einem einleitenden Essay über Forschungsreisende von Dr. Rudolf Stübe. Abschließend folgt ein Bücherverzeichnis des Verlages mit Preisen.

Literaten und Schauplätze der Literatur

  • Ortlose Botschaft
    Der Freundeskreis H.G. Adler, Elias Canetti und Franz Baermann Steiner im englischen Exil
    (=Marbacher Magazin 84)
    Marbach Deutsche Schillergesellschaft 1998 195p 13,5×21 123 Textabb., Quellenverz.
    Lebenschroniken der drei Personen, mit einem Verzeichnis der ausgestellten Stücke als Beilage (6 Bll.) Für die Ausstellung im Schiller-Nationalmuseum Marbach von September-November 1998
  • Günther Dietl
    Reiseführer für Literaturfreunde
    Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen (=Ullstein 34987)
    Frankfurt/M. Ullstein 1993 229p 12×19 16 SW-Tfll., 2 Ktn., Namenregister, Lit.-verz.
    226 Orte der neuen Bundesländer finden sich alphabetisch geordnet. Autoren, die dort gelebt haben, werden ausführlich vorgestellt, einige Zitate runden das Bild ab.

Entdecker und Erforscher

  • Hg.: Baker, Daniel B.
    Explorers and Discoverers of the World
    Detroit Gale 1993 XLI, 637p 21×28 über 200 Textabb., meist Porträts; verschiedene Namensverzeichnisse: nach Reisezeitraum, Reiseziel, Geburtsland; Glossar, kommentierte Bibliographie des englischsprachigen Raumes, Register
    doppelseitige Biographien von 322 Reisenden mit Literaturangaben und Abbildungen
  • Hg.: Banse, Ewald
    Unsere großen Afrikaner
    Das Leben deutscher Entdecker und Kolonialpioniere
    Berlin Haude u. Spener 1942 324p 14×21 9 Abb. a. Tfll., 7 Ktn i. Text
    Nationalistisch gefärbte Biographien von H. Barth, G. Rohlfs, G. Nachtigal, G. Schweinfurth, K. Mauch, H.v. Wissmann, A. Lüderitz, C. Peters, P.v. Lettow-Vorbeck
  • Hermann Klingler Eduard Dietl
    Vorstoss
    Ein Buch der Abenteuer
    München J. Pfeiffer o.J. (ca. 1955) 209p 12,5×20,5 8 Kunstdrucktfll.
    Berichte in erzählender Form, auf Tatsachen beruhend, die die Erlebnisse von Priestern und Missionaren in aller Welt wiedergeben. Für Jugendliche geschrieben.
André Leroi-Gourhan (Hg.)
Die berühmten Entdecker und Forscher
373 S., Kunstverlag Lucien Mazenod Genf 1947

80 Persönlichkeiten werden mehrseitig vorgestellt, ein 60seitiges Lexikon mit Kurzbiographien schließt sich an. Hervorragendes Bildmaterial. Einleitend mit einer »Psychologie des Welterforschers« von André Leroi-Gourhan sowie »Die Triebkräfte des Erforschertums« von Lucien Febvre.
»Es gibt zwei Formen des Entdeckers: einmal den, welcher im Herzen fast aller Menschen lebt, und dann den anderen, den wirklichen, dreidimensionalen Menschen, der tatsächlich eines Tages aufbricht nach den Grenzen der Welt. Man kann über den zweiten nicht schreiben, ohne im Leser die Vorstellung des ersten zu wecken. … Christoph Columbus, der Mann, der uns die andere Hälfte der Erdkugel schenkte, lebt in der Gedankenwelt des einfachen Menschen als gänzlich entpersonalisiertes Wesen, als Held … Zum Irrealen, das die Gestalt des Abfahrenden umgibt, gesellt sich das Irreale des Ziels seiner Fahrt. Der Entdecker, der in uns lebt, gehört ins Märchen, in jenes schöne Märchen von der Sehnsucht, die Grenze des vertrauten Lebenskreises zu durchbrechen, auszuziehen nach den erahnten, jenseits der Berge liegenden Schätzen.« A.L.-G. versucht sich vorsichtig an einer Typisierung und Klassifizierung, sucht nach Konstanten.

  • Fernand Salentiny
    DuMont´s Lexikon der Seefahrer und Entdecker
    Von Amundsen bis Zeppelin (=DuMont Taschenbücher Bd. 308 Handbücher und Lexika) Bearb.: Brillmann-Ede, Heike; Annika Mikesch Köln DuMont 1995 316p 11,5×18 Zeittfl., 10 Ktn., Namensreg., geograph. Reg.
    500 lexikalische Artikel zu Forschern, Entdeckern, Abenteurern mit jeweils kurzer Bibliographie. Stark überarbeitete Neuauflage des 20 Jahre alten Werks, früher erschienen bei Erdmann/Tübingen und Fischer/Frankfurt.
Dr. Uwe Pfullmann
Durch Wüste und Steppe
Entdeckerlexikon arabische Halbinsel. Biographien und Berichte
1. Auflage, Berlin: trafo Verlag
Einband mit Fadenheftung 17 x 24 cm: 560 Seiten, 220 Textabb.
41 Karten, Anmerkungen, Literaturverzeichnis (16 Seiten)
Ortsregister, Verzeichnis der biographierten Reisenden

Dieser Band füllt eine Lücke. Vorhandene Werke über Reisen & Reisende reproduzieren oft nur das bereits Bekannte oder bleiben an der Oberfläche [Siehe Rezensionen in Trotter 99 (S. 77ff.) ] Der Autor des vorliegenden Werkes, Diplom-Arabist und Historiker, stellt 227 Arabienreisende vor, die die Halbinsel ab dem 14. Jahrhundert bereist haben.
Diese Reisenden wirken als weit ausgreifende Fühler der europäischen Kultur, die sich in die arabische Kultur hineintasteten. Ihre Reiseerfahrungen waren subjektiv und persönlich und bestimmten dennoch oftmals das Arabienbild einer ganzen Epoche.
Die Summe ihrer Erfahrungen führt direkt zu unserem heutigen Arabienbild. Im Reisebericht werden fremde Lebenswelten rekonstruiert und begreifbar gemacht. Umgekehrt gilt der Reisende in der Fremde als Repräsentant seiner eigenen Herkunftskultur. So werden die Reisenden zum Vermittler zweier Welten.
Zwar werden die Protagonisten unter den Reisenden immer und immer wieder gerühmt, ihre Namen sind bekannt. Doch die vielen anderen, die beigetragen haben zum Weltverständnis Europas, sind vergessen und gehen unter in der Masse der Reisenden. Dies ist die Lücke, die Pfullmanns Buch füllt. Er weiß um Funktion und Bedeutung der Reisenden und hat sich mit der arabischen Halbinsel einen weitgehend abgrenzbaren Kulturraum ausgesucht.
Knapp zwei Seiten werden durchschnittlich jedem der 227 biographierten Reisenden gewidmet. Neben harten biographischen Daten wird ihre Bedeutung zusammenfassend geschildert. Dazu dienten neben den Reiseberichten auch eine umfangreiche Sekundärliteratur. zahlreiche zeitgenössische Abbildungen (oft aus der Zeitschrift Globus) illustrieren die Einträge. Bemerkenswert ist auch die Mühe, die Autor und Verlag auf sich genommen haben, indem sie die Reiserouten von 41 Reisenden auf Kartenskizzen wiedergeben. Vermißt habe ich lediglich eine Zeitleiste, die Reisende und geschichtliche Ereignisse synoptisch wiedergibt.

Flieger

  • Elly Beinhorn
    So waren diese Flieger
    Erlebnisse mit Fliegerinnen und Fliegern aus fünf Erdteilen
    Herford Koehler 1966 226p 14×21 25 SW-Tfll.
    Biographien berühmter Flieger: Herrmann Köhl, Karl Jatho, Ernst Udet, Marga von Etzdorf, Henri Lothe, Pére Yacouba, Richard Halliburton, Sir Charles Kingsford-Smith, Henri Guillaumet, Amelia Earhart, Antoine de Saint Exupery, Jacqueline Auriol, Max Conrad
  • Franz Kurowski
    Berühmte Fliegerinnen
    Göttingen S. Fischer 1974 157p 14×20 Textill. v. Werner Kulle, Techn. Zeichn. v. Werner Leske, 16 SW-Tfll., ausf. Literaturverz. zum Thema Pilotinnen
    Beiträge über Elise Deroche, Meeli Beese, Thea Rasche, Elly Beinhorn, Amelia Earhart, Hélene Boucher, Liesel Bach, Amy Johnson, Maryse Hinz, Sheila Scott, Jacqueline Cochran, Jacqueline Auriol, H. Reitsch, M. Trense, I. Blecher, M.-L. Wessel, I. Reiners

Reisende Frauen

  • Sibylle Peine Luise F. Pusch (Vorwort)
    Ohne Furcht ins Weite hinaus
    Biographien streitbarer Frauen
    Solothurn Benziger 1995 439p 14×21,5 Textabb., Lit.-verz. Biographien von Madame Roland (1754-1793), Olympe de Gouges (1748-1793), Flora Tristan (1803-1844), George Sand (1804-1876), Louise Michel (1830-1905), Simone de Beauvoir (1908-1986).
  • Gertrud Pfister
    Fliegen - ihr Leben
    Die ersten Pilotinnen
    Berlin Orlanda 1989 240p 13,5×21,5 SW-Abb. i. Text
    Die berühmtesten und abenteuerlichsten Pilotinnen aus der Frühzeit des Fliegens werden vorgestellt und in einen übergeordneten, geschichtlichen Kontext gestellt. Die Autorin ist aktive Sportlerin, Professorin für Sportwissenschaften, Promotion in Geschichte und Soziologie, zahlr. Veröffentlichungen über Frauensport.
  • Mary Russel
    Frauen reisen. Vom Segen eines festen guten Rocks.
    Die Lebensgeschichten weiblicher Abenteurer und Entdecker (=Goldmann 9808) Übers.: Ingrid Rothmann o.O. Goldmann 1991 285p 11,5×18
    Lebensgeschichten und Porträts weitgereister Frauen, eine Motivgeschichte.
  • Susanne Vieser Beate Gabelt Frauen in Fahrt
    Ingenieurinnen, Designerinnen, Rennfahrerinnen machen Autogeschichte
    Frankfurt/M. Eichborn 1996 159p 16×24 zahlr. Textabb., Bibliographie
Martin Guntau (Hg.)
Mecklenburger im Ausland
Historische Skizzen zum Leben und Wirken von Mecklenburgern in ihrer Heimat und in der Ferne
Bremen: Ed. Temmen 2001. 
Fester Einband mit Fadenheftung 17 x 24 cm:
252 Seiten, 165 Textabb., 39,90 DM

Biographien von 30 Persönlichkeiten, die es aus verschieden­sten Gründen in die Fernen zog. Das waren nicht immer Reisende und nicht immer stand das Reisen im Vordergrund. Doch oft bewirkten erst Not und Zwang den Aufrbruch und reisend entfalteten sich die Talente der Ge- und Vertriebenen zu ihrem Nutzen: 1633 bricht Johann Albrecht von Mandelslo ins »Morgenland« auf; Carl Friedrich Behrens betritt als erster Europäer die Osterinsel; Joachim Nikolaus von Dessin gründet die erste südafrikanische Bibliothek; Helmuth von Moltke reist vier Jahre als Militär­berater durch das Osmanische Reich; Heinrich Schliemann gräbt nach Troja; Elisabeth Krämer-Bannow malt, forscht und reist; Hans Paasche schreibt die »Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschlands« …
Die Leidenschaft des Reisens führte sehr unterschiedliche Menschen in die Ferne und der thematische Rahmen (Mecklenburg und die weite Welt) scheint fast aus den Nähten zu platzen, so viele Beispiele von Reisenden finden sich. Viele Unbekannte sind dabei, denen so auch ein Denkmal gesetzt wird. Unklar bleibt, was die Autoren zu ihren Beiträgen motiviert und befähigt hat, von ihnen erfährt man außer dem Namen wenig, Quellen werden nur kursorisch genannt.


siehe auch
* Fachliteratur
* Liste der Listen

wiki/biographien.txt · Zuletzt geändert: 2019/04/11 16:30 von norbert