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wiki:dark_tourism

Dark Tourism

Das Reisen zu Orten mit einem wesentlichen Bezug zu Leid und Tod hört sich makaber an, ist aber weder neu noch selten. Gewollt ist etwa der Besuch von Gedenkstätten wie etwa

  • Konzentrationslagern wie Auschwitz
  • Ground Zero in New York, USA
  • Genozid-Stätten in Kambodscha (Tuol Sleng, Phnom Phen) oder Ruanda
  • der Atomreaktor von Tschernobyl, Ukraine
  • Verdun und die Maginotlinie, Frankreich

Orte, an denen viele Menschen gestorben sind, werden oft zum Gedenken an die Verstorbenen erhalten und gepflegt. Aber weswegen ziehen solche Orte Touristen an?

Gewollt ist auch der Besuch von Friedhöfen mit den Gräbern berühmter Menschen; besonders bekannt

  • Le Cimetière du Père-Lachaise in Paris
  • der Wiener Zentralfriedhof

Von manchen berühmten Sehenswürdigkeiten hat sich der Gedanke an Leid und Tod schon längst abgelöst:

  • Hünengräber
  • Pyramiden
  • Amphitheatern
  • Tal der Könige

Zum Voyeurismus wird dies bei zeitlich naheliegenderen Ereignissen, etwa Schaulustige bei Massenunfällen auf der Autobahn oder bei terroristischen Attentaten.
Selfies, bei denen sich ein triumphierender Reisender (»Ich war da!«) vor den Katastrophenfolgen ablichtet, zeigen derweil nur dessen unreflektierten Umgang und mangelndes Mitgefühl mit Tod und Leid anderer Menschen; vielleicht auch, weil real life und virtual reality nicht mehr unterschieden werden.
Dark Tourism führt oft zu »lost places«.


http://www.dark-tourism.com/
https://www.uclan.ac.uk/research/explore/groups/institute_for_dark_tourism_research.php
https://www.spektrum.de/news/reise-ins-grauen/1574138?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP
https://www.derstandard.de/story/2000063692610/dark-tourism-ein-unangenehmer-geruch-liegt-in-der-luft

wiki/dark_tourism.txt · Zuletzt geändert: 2020/05/20 07:32 von norbert