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wiki:ins_herz_von_asien

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wiki:ins_herz_von_asien [2018/11/24 10:06]
norbert
wiki:ins_herz_von_asien [2018/11/30 07:42]
norbert
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 Und was kam nach dem Zweiten Weltkrieg? Unsere Brüder und Schwestern aus der ehemaligen Tätärä erkämpften sich schon mal die Möglichkeit hierher zu reisen. Die einen, weil sie halblegale Schleichwege kannten, die anderen, weil sie an offiziellen Exkursionen und Expeditionen teilnehmen durften. //»Abseits der großen Straßen«//​ (Berlin: Verlag der Nation 1970) bewegt sich ''​Klaus Hemmo''​ und findet zahlreiche Zeugnisse der segensreichen Wirkungen kommunistischer Ingenieure. Von archäologischen Erkundungen berichten ''​Georg Renner''​ und ''​Christa Selic''​ in //»Abseits der großen Minarette. Reisen in das Land zwischen Amu- und Syrdarja«//​ (Leipzig: VEB F.A. Brockhaus 1982). Reisen bedurften in der DDR stets eines guten sozialistischen Grundes; die individuelle Reiselust mußte sich zwischen den Zeilen verstecken. //​»Bergsteiger aus der Deutschen Demokratischen Republik auf den Hochgipfeln des Pamirs – gewiß keine alltägliche Sache … wird jedoch in unserem Lande stets nur einem relativ kleinen Kreis befähigter und ausgewählter Bergsteiger möglich sein«// (''​Krause,​ Jensen, Rump'':​ Pamir – zwei Handbreit unterm Himmel, Berlin: Sportverlag 1977).\\ ​ Und was kam nach dem Zweiten Weltkrieg? Unsere Brüder und Schwestern aus der ehemaligen Tätärä erkämpften sich schon mal die Möglichkeit hierher zu reisen. Die einen, weil sie halblegale Schleichwege kannten, die anderen, weil sie an offiziellen Exkursionen und Expeditionen teilnehmen durften. //»Abseits der großen Straßen«//​ (Berlin: Verlag der Nation 1970) bewegt sich ''​Klaus Hemmo''​ und findet zahlreiche Zeugnisse der segensreichen Wirkungen kommunistischer Ingenieure. Von archäologischen Erkundungen berichten ''​Georg Renner''​ und ''​Christa Selic''​ in //»Abseits der großen Minarette. Reisen in das Land zwischen Amu- und Syrdarja«//​ (Leipzig: VEB F.A. Brockhaus 1982). Reisen bedurften in der DDR stets eines guten sozialistischen Grundes; die individuelle Reiselust mußte sich zwischen den Zeilen verstecken. //​»Bergsteiger aus der Deutschen Demokratischen Republik auf den Hochgipfeln des Pamirs – gewiß keine alltägliche Sache … wird jedoch in unserem Lande stets nur einem relativ kleinen Kreis befähigter und ausgewählter Bergsteiger möglich sein«// (''​Krause,​ Jensen, Rump'':​ Pamir – zwei Handbreit unterm Himmel, Berlin: Sportverlag 1977).\\ ​
 Mit diesen seit Jahrzehnten ersten Berichten ostdeutscher Reisender deuteten sich vorsichtige Öffnungen an. Über Intourist konnte man etwa ab Mitte der siebziger Jahre nach Samarkand, Buchara, Taschkent, Chiwa und Fergana reisen; Kohlhammer reagierte 1978 vorsichtig mit einem Reiseführer über »Sibirien und Zentralasien«,​ alles zusammen auf 164 Seiten! Zur gleichen Zeit erschien ein Führer von Prestel über »Turkestan,​ Taschkent, Buchara, Samarkand«. \\  Mit diesen seit Jahrzehnten ersten Berichten ostdeutscher Reisender deuteten sich vorsichtige Öffnungen an. Über Intourist konnte man etwa ab Mitte der siebziger Jahre nach Samarkand, Buchara, Taschkent, Chiwa und Fergana reisen; Kohlhammer reagierte 1978 vorsichtig mit einem Reiseführer über »Sibirien und Zentralasien«,​ alles zusammen auf 164 Seiten! Zur gleichen Zeit erschien ein Führer von Prestel über »Turkestan,​ Taschkent, Buchara, Samarkand«. \\ 
-Der Zerfall der Sowjetunion kündigte sich bereits vor 1989 an und wühlte die Region lange auf; in Tadschikistan ist es bis heute unruhig. Ab 1990 konnte man auf den Jahrestreffen der dzg ungläubig und staunend den Berichten unserer neuen Mitglieder aus den Neuen Bundesländern lauschen und ihre Dias sehen. Tricks, russische Sprachkenntnisse und Freunde, in Kladden gesammelte Informationen und handgezeichnete Karten, improvisierte Ausrüstung und eine Bomben-Kondition für Märsche mit 30 bis 40 kg Gepäck waren die Grundlage halb- bis illegaler Exkursionen in nahezu unbewohnte Gebiete Mittelasiens. Auch ''​Gustav Ginzel'' ​weiß aus eigenem Erleben über solche Expeditionen zu berichten, ​man findet im »Misthaus« in der Tschechischen Republik ​oder, wie 1998, beim Jahrestreffen der dzg.\\  +Der Zerfall der Sowjetunion kündigte sich bereits vor 1989 an und wühlte die Region lange auf; in Tadschikistan ist es bis heute unruhig. Ab 1990 konnte man auf den Jahrestreffen der dzg ungläubig und staunend den Berichten unserer neuen Mitglieder aus den Neuen Bundesländern lauschen und ihre Dias sehen. Tricks, russische Sprachkenntnisse und Freunde, in Kladden gesammelte Informationen und handgezeichnete Karten, improvisierte Ausrüstung und eine Bomben-Kondition für Märsche mit 30 bis 40 kg Gepäck waren die Grundlage halb- bis illegaler Exkursionen in nahezu unbewohnte Gebiete Mittelasiens. Auch ''​Gustav Ginzel'' ​wusste ​aus eigenem Erleben über solche Expeditionen zu berichten, ​in seinem ​»Misthaus« in der Tschechischen Republik.\\  
-Derzeit können alle Länder Zentralasiens bereist werden, aber leicht gemacht wird es nicht und Individualtourismus scheint nach wie vor unerwünscht zu sein. Das Auswärtige Amt warnt massiv vor Reisen nach Tadschikistan. DuMont hat 1998 den Kunst-Reiseführer »Zentralasien« erneut aufgelegt. Von Lonely Planet ist 1996 »Central Asia« erschienen und die »Silk Route by Rail« ist 1997 von Trailblazer ebenfalls erneut aufgelegt worden.\\ ​+
 Düster sieht es bei den Karten aus. Vor Ort gibt es Land- und Städtekarten in unterschiedlicher Qualität. In Deutschland findet sich Zentralasien wechselweise als nördlichster Teil des Nahen Ostens, als westlichster Teil Westchinas oder als südlichster Teil des östlichen Rußlands mit Maßstäben zwischen 1:3,5 Millionen und 1:5 Millionen. Eine erste Zentralasienkarte erschien im Mai 1999 bei freytag & berndt im Maßstab von 1:1,75 Millionen und umfaßt das südliche Kasachstan, Kirgisistan,​ Tadschikistan und Usbekistan. Düster sieht es bei den Karten aus. Vor Ort gibt es Land- und Städtekarten in unterschiedlicher Qualität. In Deutschland findet sich Zentralasien wechselweise als nördlichster Teil des Nahen Ostens, als westlichster Teil Westchinas oder als südlichster Teil des östlichen Rußlands mit Maßstäben zwischen 1:3,5 Millionen und 1:5 Millionen. Eine erste Zentralasienkarte erschien im Mai 1999 bei freytag & berndt im Maßstab von 1:1,75 Millionen und umfaßt das südliche Kasachstan, Kirgisistan,​ Tadschikistan und Usbekistan.
  
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   Goldmann, München 1938   Goldmann, München 1938
 Eine Reisegeschichte der Ost-West-Verbindungen mit hervorragendem Bildmaterial und ausführlichem Register. Eine Reisegeschichte der Ost-West-Verbindungen mit hervorragendem Bildmaterial und ausführlichem Register.
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wiki/ins_herz_von_asien.txt · Zuletzt geändert: 2018/11/30 07:42 von norbert