Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


wiki:lebensreisestil

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu der Vergleichsansicht

Beide Seiten, vorherige Überarbeitung Vorherige Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorherige Überarbeitung
wiki:lebensreisestil [2020/05/27 05:42]
norbert [(Jugend-)reisekultur in Westdeutschland nach 1945]
wiki:lebensreisestil [2020/06/04 06:52] (aktuell)
Zeile 13: Zeile 13:
  
 ==== Lebensstile ==== ==== Lebensstile ====
-Der Soziologe ''​Andreas Reckwitz''​ findet deren roten Faden in einem Bemühen um eine »singularistische Lebensführung« bei Angehörigen der Mittelklasse ((''​Andreas Reckwitz''​\\ //Die Gesellschaft der Singularitäten//​\\ Zum Strukturwandel der Moderne\\ 5. Auflage. Suhrkamp, Berlin 2018, ISBN 978-3-518-58706-5)). Diese unterscheiden sich durch Lebensstile und ihr kulturelles Kapital ((''​Christoph Köck''​\\ //​Abenteuerreisen als kulturelles Kapital//\\ in: ''​Kramer,​ Dieter; Lutz, Ronald''​ (Hg.): //Tourismus - Kultur. Kultur - Tourismus//​\\ Münster, Hamburg 1993: LIT-Verlag, S. 191 ff.)). Das Reisen ist ein Betätigungsfeld für den distinktiven Lebensstil (neben anderen wie Essen, Wohnen, Bildung, Körperkultur) der globalen Eliten ((//Sie sind überall zu Hause, ihr Lifestyle ist moralisch aufgeladen, und sie sehen sich als Speerspitze des Fortschritts:​ Eine Analyse der neuen globalen Eliten.//\\ NZZ ''​Alexander Grau''​ 13.11.2019)). Diese Felder dienen dazu, das Selbst aufzuwerten und zu bereichern. Aufwertung lässt sich auf zwei Wegen erreichen:+Der Soziologe ''​Andreas Reckwitz''​ findet deren roten Faden in einem Bemühen um eine »singularistische Lebensführung« bei Angehörigen der Mittelklasse ((''​Andreas Reckwitz''​\\ //Die Gesellschaft der Singularitäten//​\\ Zum Strukturwandel der Moderne\\ 5. Auflage. Suhrkamp, Berlin 2018, ISBN 978-3-518-58706-5)). Diese unterscheiden sich durch Lebensstile und ihr kulturelles Kapital ((''​Christoph Köck''​\\ //​Abenteuerreisen als kulturelles Kapital//\\ in: ''​Kramer,​ Dieter; Lutz, Ronald''​ (Hg.): //Tourismus - Kultur. Kultur - Tourismus//​\\ Münster, Hamburg 1993: LIT-Verlag, S. 191 ff.)). Das Reisen ist ein Betätigungsfeld für deren distinktiven Lebensstil (neben anderen wie Essen, Wohnen, Bildung, Körperkultur). Diese Felder dienen dazu, das Selbst aufzuwerten und zu bereichern. Aufwertung lässt sich auf zwei Wegen erreichen:
   - durch Aufmerksamkeit innerhalb einer Gruppe, deren Mitglieder (Follower) ein solches Profil anerkennend teilen (Anzahl der Likes), weil die Attribute dieses Lebensstils formal glaubhaft präsentiert werden (Influencer);​   - durch Aufmerksamkeit innerhalb einer Gruppe, deren Mitglieder (Follower) ein solches Profil anerkennend teilen (Anzahl der Likes), weil die Attribute dieses Lebensstils formal glaubhaft präsentiert werden (Influencer);​
   - durch Aufnahme in eine Gruppe, die ein solches Profil schätzt, weil die damit verbundenen [[wiki:​Werte|Werte]] auf geteilten Erfahrungen beruhen und einen symmetrischen Austausch ermöglichen. ​   - durch Aufnahme in eine Gruppe, die ein solches Profil schätzt, weil die damit verbundenen [[wiki:​Werte|Werte]] auf geteilten Erfahrungen beruhen und einen symmetrischen Austausch ermöglichen. ​
Zeile 27: Zeile 27:
  
 ==== Selfies & Likes ==== ==== Selfies & Likes ====
-Die Todesfälle bei Selfies ((//​Selfies:​ A boon or bane?//\\ J Family Med Prim Care. 2018 Jul-Aug; 7(4): 828–831\\ https://​www.ncbi.nlm.nih.gov/​pmc/​articles/​PMC6131996/​\\ doi: 10.4103/​jfmpc.jfmpc_109_18)) nehmen zu, weil jedes Bild die Einzigartigkeit des Narziss zeigen mussDass die [[wiki:​welt|Welt]] nicht nur Bühne ist, entscheidet sich beim Absturz. Nicht das Reisen steht im Vordergrund,​ sondern wie man dabei rüberkommt und was zurückkommt,​ Likes zum Beispiel. Doch das reicht nicht mal für ein Strohfeuer, denn nach dem Selfie ist vor dem Selfie. Auch das kann zum Hamsterrad werden - so, wie früher die gesellschaftliche Routine empfunden wurde. Die ersehnte Bestätigung lässt die Erwartungen wachsen und verharrt in diesem Zustand. Enttäuschte Erwartungen sind unvermeidlich,​ führen zu einem Gefühl von Leere, Defizit, Sinnverlust. Sich auf der Grenze zwischen [[wiki:​real_life_oder_virtual_reality|real life und virtual life]] zu bewegen führt eben nur ausnahmsweise zu [[wiki:​grenze_zwischen_leben_und_tod|Grenzerfahrungen zwischen Leben und Tod]].+Die Todesfälle bei Selfies ((//​Selfies:​ A boon or bane?//\\ J Family Med Prim Care. 2018 Jul-Aug; 7(4): 828–831\\ https://​www.ncbi.nlm.nih.gov/​pmc/​articles/​PMC6131996/​\\ doi: 10.4103/​jfmpc.jfmpc_109_18)) nehmen zu, weil jedes Bild die Einzigartigkeit des Narziss zeigen muss: »Spieglein,​ Spieglein an der Wand - wer ist die Schönste im ganzen Land?​« ​Dass die [[wiki:​welt|Welt]] nicht nur Bühne ist, entscheidet sich beim Absturz. Nicht das Reisen steht im Vordergrund,​ sondern wie man dabei rüberkommt und was zurückkommt,​ Likes zum Beispiel. Doch das reicht nicht mal für ein Strohfeuer, denn nach dem Selfie ist vor dem Selfie. Auch das kann zum Hamsterrad werden - so, wie früher die gesellschaftliche Routine empfunden wurde. Die ersehnte Bestätigung lässt die Erwartungen wachsen und verharrt in diesem Zustand. Enttäuschte Erwartungen sind unvermeidlich,​ führen zu einem Gefühl von Leere, Defizit, Sinnverlust. Sich auf der Grenze zwischen [[wiki:​real_life_oder_virtual_reality|real life und virtual life]] zu bewegen führt eben nur ausnahmsweise zu [[wiki:​grenze_zwischen_leben_und_tod|Grenzerfahrungen zwischen Leben und Tod]]. 
 + 
 +  Marco d’Eramo 
 +  Die Welt im Selfie. Eine Besichtigung des touristischen Zeitalters 
 +  Aus dem Italienischen von Martina Kempter 
 +  Suhrkamp Verlag Berlin 2018 362 Seiten
  
 ==== Real Life ==== ==== Real Life ====
-Welche Bewegung könnte aus diesem Hamsterrad heraus und ins //​[[wiki:​real_life_oder_virtual_reality|real life]]// hinein führen, Gemeinschaftliches aufwerten und Sinn geben? Das Wesen des Reisens hat mit [[wiki:​neugier|Neugier]] und [[wiki:​abenteuer|Abenteuer]] stets dazu beigetragen,​ Neues in die Gesellschaft zu befördern. Das Internet schien dies besser zu können, doch fehlt diesem nicht nur die Authentizität,​ sondern es befördert die Täuschung. Nicht zufällig erweisen sich die Wege des Internet als besonders nützlich für Islamisten und Nationalisten,​ Trumpisten und Putinisten.\\ [[wiki:​reisende|Reisende]] dagegen setzen zur Selbstverwirklichung ihren //[[wiki:​moeglichkeitssinn|Möglichkeitssinn]]// (''​Robert Musil''​) ein: sie gehen ans Limit, überschreiten [[wiki:​grenze|Grenzen]]. ​+Welche Bewegung könnte aus diesem Hamsterrad heraus und ins //​[[wiki:​real_life_oder_virtual_reality|real life]]// hinein führen, Gemeinschaftliches aufwerten und Sinn geben? Das Wesen des Reisens hat mit [[wiki:​neugier|Neugier]] und [[wiki:​abenteuer|Abenteuer]] stets dazu beigetragen,​ Neues in die Gesellschaft zu befördern. Das Internet schien dies besser zu können, doch fehlt diesem nicht nur die Authentizität,​ sondern es befördert die Täuschung. Nicht zufällig erweisen sich die Wege des Internet als besonders nützlich für Islamisten und Nationalisten,​ Trumpisten und Putinisten.\\ [[wiki:​reisende|Reisende]] dagegen setzen zur Selbstverwirklichung ihren //​Möglichkeitssinn//​ (''​Robert Musil''​) ein: sie gehen ans Limit, überschreiten [[wiki:​grenze|Grenzen]].\\ Dass der Mensch sich als Individuum »er-fahren« und Selbst-Bewusstsein entwickeln konnte, ist auch ein wesentlicher Teil der Moderne. Nach der Erfindung des Buchdrucks entwickelte sich das Genre der Autobiographie,​ deren Autoren häufig ihre Reise-Vita in den Mittelpunkt stellten, wie etwa ''​Johannes Butzbachs''​ //​[[wiki:​Odeporicon|Odeporicon]]//​ (1505).
  
 ==== Authentizität ==== ==== Authentizität ====
Zeile 37: Zeile 42:
 Es ist die * [[wiki:​neugier|Neugier]] auf Unbekanntes,​ die Reisende wieder und wieder in die Welt treibt. Wenn der * [[wiki:​tourist|touristische]] Blick überwunden wird, ist nichts, wie es scheint: die * [[wiki:​welt|Welt]] lässt sich häuten wie eine Zwiebel und ermöglicht neue Einsichten. ''​Peter Handke''​ nennt dies die //​»Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt«//​. Für den * [[wiki:​reisende|Reisenden]] bedeutet dies, dass er ständig Neues erfahren kann ohne sein Ziel. In Bewegung zu bleiben ist das Ziel und vielleicht ist es der * [[wiki:​weltschmerz|Weltschmerz]],​ der den Reisenden antreibt. ​ Es ist die * [[wiki:​neugier|Neugier]] auf Unbekanntes,​ die Reisende wieder und wieder in die Welt treibt. Wenn der * [[wiki:​tourist|touristische]] Blick überwunden wird, ist nichts, wie es scheint: die * [[wiki:​welt|Welt]] lässt sich häuten wie eine Zwiebel und ermöglicht neue Einsichten. ''​Peter Handke''​ nennt dies die //​»Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt«//​. Für den * [[wiki:​reisende|Reisenden]] bedeutet dies, dass er ständig Neues erfahren kann ohne sein Ziel. In Bewegung zu bleiben ist das Ziel und vielleicht ist es der * [[wiki:​weltschmerz|Weltschmerz]],​ der den Reisenden antreibt. ​
  
-''​Reinhold Messner''​ beschreibt sich als »Eroberer der eigenen Seele« und ''​Max Frisch''​ (1911 - 1991) antwortet im //Tagebuch 1946–1949//​ auf die Frage //»Warum reisen wir? - Damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich ist!«// Die Authentizität seiner Erfahrungen macht den Reisenden besonders, ganz gleich, ob die Öffentlichkeit ihm glaubt, applaudiert oder nicht. Die Zufriedenheit kommt von innen - man weiß, was man hat. Den Prüfstein seiner Glaubhaftigkeit bilden andere Reisende. Vor ihnen fliegt jede Lüge sofort auf und unterscheidet die substantielle von der scheinbaren Authentizität. Wahre Authentizität ist ohne *[[wiki:​autonomie|Autonomie]] nicht zu haben. Wohin also geht die Reise?+''​Reinhold Messner''​ beschreibt sich als »Eroberer der eigenen Seele« und ''​Max Frisch''​ (1911 - 1991) antwortet im //Tagebuch 1946–1949//​ auf die Frage //»Warum reisen wir? - Damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich ist!«// Die Authentizität seiner Erfahrungen macht den Reisenden besonders, ganz gleich, ob die Öffentlichkeit ihm glaubt, applaudiert oder nicht. Die Zufriedenheit kommt von innen - man weiß, was man hat. Den Prüfstein seiner Glaubhaftigkeit bilden andere Reisende. Vor ihnen fliegt jede Lüge sofort auf und unterscheidet die substantielle von der scheinbaren Authentizität. Wohin also geht die Reise? 
 + 
 +  Valentin Groebner 
 +  Retroland. Geschichtstourismus und die Sehnsucht nach dem Authentischen 
 +  S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2018, 224 S.
  
 ==== Einfach leben & reisen ==== ==== Einfach leben & reisen ====
Zeile 47: Zeile 56:
  
 ==== Infantilismus oder universelle Verantwortung ==== ==== Infantilismus oder universelle Verantwortung ====
-»Einfach zu leben« im Sinne eines [[wiki:​frugalismus|Frugalismus]] ist jedoch nicht mehrheitsfähig. Viel verlockender ist die Möglichkeit,​ durch mehr Infantilität dorthin zu kommen. Kinder unterscheiden sich von Erwachsenen dadurch, dass ihr Selbst identisch ist mit ihrer Welt; sie sind glücklich mit sich. Erwachsenwerden ist dagegen schmerzhaft und verbunden mit der Öffnung der Blase, mit dem Bewusstsein für andere, sozialer Verantwortung für Partner, Familie, Freunde, Nachbarn, Gesellschaft, kurz: dem Gemeinwohl +»Einfach zu leben« im Sinne eines [[wiki:​frugalismus|Frugalismus]] ist jedoch nicht mehrheitsfähig. Viel verlockender ist die Möglichkeit,​ durch mehr Infantilität dorthin zu kommen. Kinder unterscheiden sich von Erwachsenen dadurch, dass ihr Selbst identisch ist mit ihrer Welt; sie sind glücklich mit sich: »ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt« (''​Pippi Langstrumpf''​).\\ Erwachsenwerden ist dagegen schmerzhaft und verbunden mit der Öffnung der Blase, mit dem Bewusstsein für andere, sozialer Verantwortung für Partner, Familie, Freunde, Nachbarn, Gesellschaft.//​ »Das ist die Spannung zwischen Welt- und Selbstlosigkeit,​ die jeder aushalten können muss.«// ((''​Robert Harrison''​ über Wohlstandsbürger:​\\ //»Nehmen gilt als Menschenrecht,​ das Geben ist bloss für die Doofen«//​\\ NZZ 15.04.2019)) Der * [[wiki:​held|Held]] des Internet-Zeitalters ist autistisch veranlagt ((''​Jacqueline Thör''​\\ Verschlossen und hochbegabt. Der geniale TV-Autist lebt unsere geheimen Träume\\ DIE ZEIT Nr. 46 9. November 2017\\ ''​Nicole Karafyllis''​\\ //Am liebsten ordentlich und einsam//\\ FAZ 22.12.2010 )),​ also ein genialer Außenseiter,​ der sich einerseits ausgegrenzt fühlt und andererseits selber ausgrenzt, weil er den Rest der Welt für Idioten hält, kurz: //​autistische Soziopathen mit Geltungsdrang//,​ wie etwa im Film //The Social Network// von ''​David Fincher''​ (USA 2010) gezeigt wird.
-((''​Peter Kropotkin''​\\ ​ //​Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt//​ Originaltitel:​ Mutual Aid: A Factor of Evolution. 1902)). +
- +
-// »Das ist die Spannung zwischen Welt- und Selbstlosigkeit,​ die jeder aushalten können muss.«// ((''​Robert Harrison''​ über Wohlstandsbürger:​\\ //»Nehmen gilt als Menschenrecht,​ das Geben ist bloss für die Doofen«//​\\ NZZ 15.04.2019)) Der * [[wiki:​held|Held]] des Internet-Zeitalters ist autistisch veranlagt ((''​Jacqueline Thör''​\\ Verschlossen und hochbegabt. Der geniale TV-Autist lebt unsere geheimen Träume\\ DIE ZEIT Nr. 46 9. November 2017\\ ''​Nicole Karafyllis''​\\ //Am liebsten ordentlich und einsam//\\ FAZ 22.12.2010 )),​ also ein genialer Außenseiter,​ der sich einerseits ausgegrenzt fühlt und andererseits selber ausgrenzt, weil er den Rest der Welt für Idioten hält, kurz: //​autistische Soziopathen mit Geltungsdrang//,​ wie etwa im Film //The Social Network// von ''​David Fincher''​ (USA 2010) gezeigt wird. +
- +
-=== Literatur (Jugend-)reisekultur in Westdeutschland nach 1945 === +
-  J. Reulecke, B. Stambolis (Hg.) +
-  100  Jahre Jugendherbergen +
-  Anfänge-Wandlungen-Rück und Ausblicke 1909-2009 +
-  Essen 2009 +
- +
-  R. I. Jobs +
-  Youth Mobility and the Making of Europe 1945-1960 +
-  in: R. I. Jobs, D. M. Pomfret (Hg.) +
-  Transnational Histories of Youth in the Twentieth Century +
-  Houndmills, 2015, 146-149 +
- +
-  Nikolaos Papadogiannis/​Detlef Siegfried +
-  Between Leisure, Work and Study. Tourism and Mobility in Europe from 1945 to 1989 +
-  Comparativ 24 (2014) H. 2, S. 7-17, darin: +
-  Nikolaos Papadogiannis,​ Detlef Siegfried +
-  Introduction,​ 1-17 +
-  Benedikt Tondera +
-  ‘Like Sheep’? +
-  Disobedience Among Soviet Tourists Travelling Abroad, 18-35, +
-  Jürgen Mittag, Diana Wendland +
-  How Adventurers Become Tourists. +
-  The Emergence of Alternative Travel Guides +
-  in the Course of Standardisation of Long-Distance Travelling, 36-51 +
-  Whitney Walton +
-  Study Abroad and Tourism +
-  US American Students in France, 1945–1970,​ 52-66 +
-  Nikolaos Papadogiannis +
-  Travel and the Greek Migrant +
-  Youth Residing in West Germany in the 1960s–1970s,​ 67-87 +
-  Marcel Berlinghoff +
-  ‘Faux Touristes’?​ +
-  Tourism in European Migration Regimes in the Long Sixties, 88-99 +
-  Gundolf Graml +
-  Destination ‘Heimat’ +
-  Tourist Discourses and the Construction  +
-  of an Austrian Homeland in Popular 1950s Austrian Movies, 100-115 +
-  Maren Möhring +
-  Tourism and Migration +
-  Interrelated Forms of Mobility, 116-123 +
- +
-  Christopher Görlich +
-  Urlaub vom Staat. Tourismus in der DDR +
-  Böhlau: Köln, Weimar, Wien 2012 +
-  290 Seiten, ISBN: 978-3-412-20863-9 +
-  Dissertation Universität Münster +
-  Urlaub in der DDR war im doppelten Wortsinne "​Urlaub vom Staat"​. +
-  Der 1947 staatlich gegründete "​Feriendienst"​des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes  +
-  sollte den Tourismus in das neue politische System einbinden.  +
-  Das, was sich die Bürger als Urlaub vorstellten traf hier auf die staatlichen Vorgaben,  +
-  dessen Vorstellungen eines ›sozialistischen Urlaubs‹ sich als Utopie herausstellte. +
- +
-  C. Norwig +
-  Unser Paß ist die Europa-Fahne +
-  Junge Reisende und europäische Integration in den 1950er Jahren +
-  in: F. Bösch, A. Brill, F. Greiner (Hg.): +
-  Europabilder im 20. Jahrhundert +
-  Entstehung an der Peripherie (Göttingen 2012), 216-236 +
- +
-  Nikolaos Papadogiannis +
-  Keeping with Contemporary Times +
-  Social Tourism and West German Youth Hostel Organisations 1950s-1980s +
-  Journal of Contemporary History +
-  Vol. 51, No. 3 (JULY 2016), pp. 660-68 +
-   +
-  Cord Pagenstecher +
-  Der bundesdeutsche Tourismus +
-  Ansätze zu einer Visual History: Urlaubsprospekte,​ Reiseführer,​ Fotoalben 1950–1990 +
-  2. korrigierte und aktualisierte Auflage +
-  Studien zur Zeitgeschichte,​ Band 86 +
-  Hamburg 2012, 626 Seiten +
- +
-  Isabel Richter +
-  Alternativer Tourismus in den 1960er und 1970er Jahren +
-  in: Alexander Gallus/Axel Schildt/​Detlef Siegfried (Hg.) +
-  Deutsche Zeitgeschichte – transnational +
-  Göttingen 2015, S. 155-178 +
- +
-  A. Schildt +
-  Across the border: West German Youth Travel to Western Europe +
-  in A. Schildt, D. Siegfried (Hrsg.): +
-  Between ​ Marx  and  Coca  Cola +
-  Youth Cultures in Changing European Societies 1960–1980 +
-  Oxford 2006 +
-  Maria Stehle: Rezension zu o.g. In: H-Soz-Kult, 26.05.2006 +
-  www.hsozkult.de/​publicationreview/​id/​reb-6794 +
- +
-  A.  Bertsch +
-  Alternative (in) Bewegung +
-  Distinktion ​ und transnationale ​ Vergemeinschaftung ​ im  alternativen ​ Tourismus +
-  in: S. Reichardt, D. Siegfried ​ (Hg.): +
-  Das  Alternative ​ Milieu +
-  Antibürgerlicher Lebensstil und linke Politik +
-  in der Bundesrepublik Deutschland und Europa 1968-1983 +
-  Göttingen 2010, 115-130 +
- +
-  B. Davis +
-  A Whole World Opening Up +
-  Transcultural Contact, Difference, and the Politicisation of “New Left” activists +
-  in B. Davis, W. Mausbach, M. Klimke,C. MacDougall (Hg.): +
-  Changing the World, Changing Oneself +
-  Political Protest and Collective Identities +
-  in West Germany and the U.S. in the 1960s and 1970s +
-  New York, Oxford 2010, 255–273+
  
-  B. Gayler +==== Der Kreis schließt sich ==== 
-  ​Das ​ Reiseverhalten junger Deutscher ​in den siebziger Jahren +Die einen wollen, dass alles bleibt, wie es ist, und brechen nicht auf. Die anderen brechen alles auf und wollen, dass nichts bleibt wie es war: //»Wenn wir wollen, dass alles bleibt wie es ist, dann ist nötig, dass alles sich verändert“//​ - so übersetzt ''​Charlotte Birnbaum''​ eine Passage im Roman „Der Leopard“ von ''​Giuseppe Tomasi di Lampedusa''​ (1896-1957) ((S. 32 in Kapitel 1: Tancredi zu Fürst Salina, Piper-Verlag,​ 1959)).\\ ​ 
-  ​Jahrbuch ​für Jugendreisen ​und internationalen Jugendaustausch 197971+Das christliche Denken des Mittelalters lehnte die [[wiki:​currendi_libido|currendi libido]] ab; manch einem galt das Laufen als »böse, ansteckende Krankheit« ((Real-Enzyklopädie ​für protestantische Theologie ​und Kirche: 17. Band: Westphal bis ZwingliNachträge: Abbot bis Hamberger, S. 186: Dorsten)). Die [[wiki:​neugier|Neugier]] galt als Laster und als eitel galt, wer stolz seine Erlebnisse und Erfahrungen vortrug. Stattdessen galt die [[wiki:​stabilitas_loci|stabilitas loci]] als erste Regel in vielen Klöstern.
wiki/lebensreisestil.txt · Zuletzt geändert: 2020/06/04 06:52 (Externe Bearbeitung)