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Metallbohrer

Normale *HSS-Bohrer von Markenherstellern haben mehrfach höhere Standzeiten als Billigbohrer und genügen für den vereinzelten Gebrauch mit der Handbohrmaschine. HSS ist lufthärtend (einfach abkühlen lassen), andere Bohrer verlieren ihre Härte nach dem Überhitzen. Bei häufigem Einsatz, in Standbohrmaschinen und für besondere Anforderungen (Edelstähle) können teure, (titan-)beschichtete Bohrer sinnvoll sein oder HSCo bzw. HSSE mit Cobalt.
Richtiges Bohren hat Vorrang:

  • Senkrecht
  • nicht verkanten
  • geringe Drehzahl
  • ölen & kühlen.

Gewalzte Bohrer (schwarz) sind elastischer als geschliffene und brechen daher beim Handbohren seltener.
Lange Späne »Fließspäne« deuten auf stumpfe Bohrer hin. Am Doppelschleifbock kann jeder Bohrer selbst schärfen, Anleitungen stehen bei Youtube. Den Schneidenwinkel von 118° kann man zwischen zwei großen 6-Kant-Muttern (120°) prüfen. Bohrer, die glühen oder abgekühlt blau anlaufen, sind Schrott, denn die Härte verliert sich bereits ab etwa 180°C, Anlauffarben kommen aber erst später. Also neben dem Schleifbock Wasser zum Kühlen bereit halten.


siehe auch: *Werkzeuge: Qualität und Hersteller

wiki/metallbohrer.txt · Zuletzt geändert: 2019/02/16 11:47 von norbert